16. Nov 2004 12:45
Vor Europaparlamentariern hat der designierte EU-Kommissar Kovacs Vorwürfe wegen seiner kommunistischen Vergangenheit zurückgewiesen.
Zwar sei er Mitglied der kommunistischen Partei gewesen, seine Vergangenheit sehe er aber nicht als Sünde», sagte Kovacs bei einer gemeinsamen Anhörung der Ausschüsse für Wirtschaft und Währung sowie Binnenmarkt und Verbraucherschutz.Frattini, der bereits zum zweiten Mal vor EU-Parlamentariern auftrat, versicherte dem Rechtsausschuss, dass er europäisches Recht vor die nationalen Interessen Italiens stellen werde.
Wie italienische Zeitungen berichten, hatte sich das Gremium bereits am Morgen mehrheitlich für den Italiener ausgesprochen. Konservative, Sozialisten, Liberale und die in der Gruppe «Europa der Nationen» vereinigte Rechte unterstützten den italienischen Außenminister, heißt es. Nur die Grünen und die Vereinigte Linke lehne Frattini ab.Der designierte Kommissar habe durch seine Persönlichkeit und seine Professionalität überzeugt, heißt es in einem Schreiben, das der Ausschussvorsitzende Jean-Louis Bourlanges unterzeichnet hat. Man habe zur Kenntnis genommen, dass sich Frattini bei der Führung seiner Amtsgeschäfte nicht von der politischen Linie der italienischen Regierung beeinflussen lassen wolle, heißt es darin.