Bundesbürger ärgern sich über Euro-Preiserhöhungen
29. Jan 2002 17:16
Die Beschwerden über Preiserhöhungen im Zuge der Euro-Bargeldeinführung häufen sich. Die Verbraucherzentralen zählen mehrere tausend.
Die Preiserhöhungen im Zuge der Euro-Einführung haben bei den Bundesbürgern für einigen Unmut gesorgt. «Die Wucht der Empörung hat uns fast erschlagen. Da haben wir so nicht mit gerechnet», sagte der Sprecher der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Theo Wolsing, am Dienstag der Nachrichtenagentur AP.
Seit dem 1. Januar gingen beim Internet-Beschwerde-Forum der Verbraucherschützer insgesamt 2500 Beschwerden über Preiserhöhungen im Zuge der Euro-Umstellung ein. Auch bei anderen Verbraucherzentralen im Land häuften sich die Beschwerden.
Wolsing betonte, dass in Nordrhein-Westfalen vor allem Klagen über Bäckereien, Lieferdienste, Döner Buden und den gesamten «Fast Food-Bereich» laut werden. Doch auch die sonstige Gastronomie und viele Fitness-Studios hätten offenbar die Währungsumstellung zu Preiserhöhungen genutzt. »Auch jetzt gehen noch pro Woche rund 200 Beschwerden ein. Es geht immer weiter«, sagte Wolsing und bestätigte damit einen Bericht der »Westdeutschen Allgemeinen Zeitung« vom Dienstag.
Auch Beate Weiser, Euro-Expertin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart sagte: »Das Einzige, was in Bezug auf den Euro bei uns ankommt, sind Beschwerden über Preiserhöhungen.« Allein beim Beratungstelefon, das nur an drei Tagen in der Woche besetzt sei, kämen seit dem 1. Januar Woche für Woche rund 150 Anrufe wegen erhöhter Preise seit der Euro-Einführung. Dabei gehe es quer durch alle Bereiche. Zusätzlich kämen Beschwerden in den 15 Beratungsstellen in Baden-Württemberg an. (nz)