 C&A wehrt sich gegen Täuschungsvorwürfe
13. Jan 2002 11:50
Die Rabattaktion bei C&A könnte nur vorgetäuscht gewesen sein, behaupten Wettbewerbsschützer. Die Bekleidungskette weist die Vorwürfe zurück.
Der C&A-Konzern hat einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» zurückgewiesen, wonach das Unternehmen vor einer werbewirksamen Rabatt-Aktion zur Euro-Umstellung die Preise erhöht haben könnte. Die Modekette erklärte am Samstagabend in Düsseldorf, die Preise seien schon im Sommer umgestellt worden und insgesamt unverändert geblieben.
Dem Bericht des «Spiegel» zufolge prüft die Wettbewerbszentrale bereits rechtliche Schritte gegen C&A. Der Geschäftsführer der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs, Reiner Münker, sagte dem Magazin, dass Kunden unter dem Preisschild der Ware eine günstigeren Preis entdeckt hätten. Ein Kunde aus Hamburg habe bei einer mit 55 Mark ausgezeichneten Hose, für die er nach Abzug des 20-Prozent-Rabatts 44 Mark bezahlt habe, eine noch ältere Preisangabe von 44,90 Mark entdeckt.Damit habe der Nachlass statt 20 nur zwei Prozent betragen. Nun prüften Juristen der Wettbewerbszentrale, ob C&A die Verbraucher bei den Preisen in die Irre geführt habe. Münker wolle den Fall «notfalls bis zum Bundesgerichtshof durchziehen».
C&A reagiert verärgert Die Bekleidungskette behauptet dagegen, bereits im Sommer für etwa 28 Millionen Artikel neue Preise festgelegt zu haben. Diese seien teils höher und teils niedriger ausgefallen. Der Chef von C&A Deutschland, Dominic Brenninkmeyer, sagte, es sei dem Konzern klar gewesen, «dass es nach dem Erfolg unserer Rabattaktion auch Versuche geben würde, uns Essig in den Wein zu schütten.» Das Unternehmen werde die «nachweislich falschen Anschuldigungen» aber nicht kampflos hinnehmen. C&A kündigte für Mittwoch eine Pressekonferenz an. (nz)
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