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Bisher unveröffentlichte Originale sind in der Berliner Einstein-Ausstellung zu sehen. Die Ausstellung ist jetzt auch virtuell zu besuchen.

Von Mittwoch an werden in der Ausstellung «Albert Einstein – Ingenieur des Universums» etwa 30 neue Originaldokumente präsentiert. Einige davon wurden bislang nie öffentlich gezeigt.

Unter den neuen Ausstellungsstücken befindet sich der Entwurf eines Gnadengesuchs, das Albert Einstein für Friedrich Adler an den österreichischen Kaiser schicken wollte. Der Physiker Friedrich Adler (1879-1960) war ein Studienkollege und Nachbar Einsteins aus Zürich, teilte die Max-Planck-Gesellschaft mit.

1911 wurde Adler Parteisekretär der österreichischen Sozialdemokraten. Aus Protest gegen die Weltkriegspolitik seines Landes ermordete er 1916 den österreichischen Ministerpräsidenten und wurde daraufhin zum Tode verurteilt. Einstein bot an, vor Gericht für ihn auszusagen und sich beim österreichischen Kaiser für ihn einzusetzen, was Adler jedoch ablehnte.

Originale aus dem Nachlass von Michele Besso, einem engen Freund Einsteins, werfen ein neues Licht auf die Entwicklung der Allgemeinen Relativitätstheorie. Sie zeigen die wissenschaftliche Zusammenarbeit und die Kreativität der beiden Forscher.

Besucher können auch virtuell durch die gesamte Ausstellung spazieren. Dabei können sie sich ausführlich über die ausgestellten Dokumente und Objekte informieren, sowie direkt auf mehr als 50 interaktive Medienstationen der Ausstellung zugreifen. Diese zeigen Texte, Bilder, Filme und Animationen zu Einstein. Die einmalige Zusammenstellung von Objekten und Dokumenten wird damit der Öffentlichkeit dauerhaft und frei verfügbar gemacht. (nz)