netzeitung.deSchily plant Behörde für Katastrophenschutz

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Als Konsequenz aus der Flutkatastrophe will Innenminister Schily ein Bundesamt für Katastrophenschutz bilden. Die Behörde soll Hilfsmaßnahmen besser koordinieren.

Nach dem verheerenden Hochwasser in Deutschland will Innenminister Otto Schily (SPD) ein Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe einrichten.

Wie die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» berichtet, soll die neue Behörde aus der Zentralstelle für Zivilschutz im Bundesverwaltungsamt hervorgehen. Schily will demnach erreichen, dass Hilfsmaßnahmen von Bundesländern und Organisationen enger miteinander abgestimmt werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf will der Minister so rasch wie möglich in den Bundestag einbringen.

Den Angaben zufolge plant Schily zudem einen Ausbau des Alarmwesens. Vom Bund sollen die Länder ein satellitengestütztes Warnsystem erhalten, über das Gefahrendurchsagen an die Rundfunkanstalten weitergeleitet werden.

Schily erwäge auch, wieder Sirenen einzuführen, schreibt das Blatt. Darüber hinaus solle das Deutsche Notfallvorsorge-Informationssystem erweitert werden. Bereits seit Mitte Mai können Bürger im Internet Hinweise und Ratschläge zur Vorsorge und Selbsthilfe abrufen.

Struck würdigt Bundeswehr-Einsatz
Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) lobte den Einsatz der mehr als 40.000 Soldaten und zivilen Mitarbeiter der Bundeswehr in den Flutgebieten. «Sie haben unter extremen Belastungen Leben gerettet und viele Menschen vor dem Ruin bewahrt», schrieb Struck in einem am Samstag veröffentlichten Tagesbefehl zum Abschluss des Einsatzes.

Nach Angaben Strucks waren während und nach dem Hochwasser täglich bis zu 50 Bundeswehr-Hubschrauber im Einsatz, mit denen 778 Menschen in Sicherheit gebracht wurden. (nz)