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Papst und Islam-Gelehrte vereinbaren Treffen

28. Dez 2007 15:47
Papst Benedikt XVI. an Weihnachten im Petersdom
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Im kommenden Jahr soll der Dialog zwischen Katholiken und Moslems vertieft werden. Der Papst will Vertreter des Islams im Vatikan empfangen. Grundlage des Austauschs sollen die Zehn Gebote sein.

Führende Repräsentanten des Islams haben eine Einladung von Papst Benedikt XVI. zu Gesprächen im Vatikan angenommen. Das geht nach Angaben von Radio Vatikan vom Freitag aus einem entsprechenden Schreiben an Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone hervor. Als Antwort auf das schriftliche Dialogangebot von 138 islamischen Gelehrten vom vergangenen Oktober hatte der Vatikan eine Begegnung mit führenden Vertretern vorgeschlagen.

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  • «Wir sind gerne zu einem solchen Treffen bereit», schreibt demnach Prinz Ghazi bin Muhammad bin Talal. Der Leiter des Aal al Bayt-Instituts für islamisches Denken in Amman war der Initiator des ersten Briefes an die christlichen Kirchen, der im Oktober an den Papst und an andere Kirchenführer wie den Primas der Anglikaner, Erzbischof Rowan Williams von Canterbury, gegangen war.

    Kardinalstaatsekretär Bertone hatte im Namen des Papstes darauf geantwortet und zu einer Begegnung im Vatikan eingeladen. Zur Organisation und Absprache einzelner Schritte werde eine islamische Delegation nach Rom reisen; ob im Februar oder März 2008 könnten Bertone und sein Stab entscheiden, sagte Talal.

    Im Namen aller 138 Gelehrten danke er dem Papst für das ermutigende Antwortschreiben. Die jüngste Audienz für den König von Saudi-Arabien werte die islamische Welt als weiteren Beitrag zum Dialog. Allgemeine Grundlage des Dialogs seien die Zehn Gebote. Interpretationsunterschiede seien Anlass für gegenseitigen Respekt, nicht für «trennenden Disput». In einer bislang einmaligen Geste hatten die Vertreter des Islams ihren «christlichen Nachbarn» auch Weihnachts- und Neujahrswünsche übersandt. (epd)

     
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