netzeitung.dePapst Benedikt überreicht 23 Kardinalsringe

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Papst Benedikt XVI. übergibt bei einer Messe im Petersdom die Kardinalsringe (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Papst Benedikt XVI. übergibt bei einer Messe im Petersdom die Kardinalsringe
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Am Samstag hatte Papst Benedikt XVI. 23 neue Kardinäle ernannt. In einer feierlichen Messe erhielten sie nun ihren Kardinalsring. Unter den neuen Würdenträgern ist auch ein Deutscher.

Einen Tag nach ihrer offiziellen Ernennung zu Kardinälen haben 23 neue Purpurträger am Sonntag im Petersdom in Rom den Kardinalsring erhalten. Papst Benedikt XVI. überreichte ihnen die Insignie im Rahmen einer feierlichen Messe in dem voll besetzten Gotteshaus.

Zu der Zeremonie waren zahlreiche hohe Geistliche aus aller Welt angereist. «Dies, geliebte Brüder Kardinäle, ist Eure wichtigste Aufgabe: Der Welt die Wahrheit Christi zu verkünden, die für jeden Menschen und die gesamte Menschenfamilie Hoffnung ist», sagte Benedikt in seiner Predigt. «Für mich ist es ein Trost zu wissen, dass ich immer auf Euch zählen kann, sowohl als Kollegium als auch als Einzelne», fügte er hinzu.

Eine weitere wichtige Mission der Kardinäle sei es, für Frieden und Einheit zu beten, betonte das katholische Kirchenoberhaupt. Zu den neuen Purpurträgern gehört auch der 73-jährige deutsche Erzbischof Paul Joseph Cordes, der Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum. Zudem wurden Erzbischöfe unter anderem aus Spanien, Irland, dem Senegal, Kenia, Mexiko und Indien in den Kardinalsstand erhoben.

Unter dem Beifall der Anwesenden erhielt als erster erster neuer Purpurträger Bagdads chaldäischer Patriarch Emmanuel III. Delly den Ring. Freundschaftlich drückte und küsste er dabei die Hände des Papstes. Delly ist der erste Kardinal aus dem Irak. Zuvor hatte er einen Exodus von Christen aus seinem Land beklagt und seine Ernennung als «Ehre für alle Iraker» bezeichnet.

Tausende Gläubige vor dem Petersdom
Der Kardinalsring gehört seit dem 9. Jahrhundert zu den Insignien und symbolisiert Treue zur Kirche, der Braut Christi. Bereits am Samstag hatten die neuen Kardinäle im Rahmen einer großen Zeremonie im Petersdom das rote Birett als Kopfbedeckung und die Ernennungsurkunde erhalten. Trotz grauen Wetters und Regens harrten tausende Gläubige vor dem Petersdom aus.

Benedikt hatte bereits im März 2006 ein erstes Konsistorium einberufen und damals 15 neue Kardinäle ernannt. Durch die zweite Vollversammlung der Kardinäle gibt es nun insgesamt 201 Kardinäle, 120 davon sind unter 80 Jahre alt und wären somit bei einer Papstwahl wahlberechtigt. Darunter sind auch sechs deutsche Kardinäle.

Das größte Konsistorium der Kirchengeschichte hatte 2001 Johannes Paul II. veranstaltet, als er gleichzeitig über 40 neue Kardinäle ernannte. Dabei überschritt er die von Paul VI. im Jahr 1968 erlassene Höchstzahl von 120 Wahlberechtigten - zeitweise gab es unter Johannes Paul 135 Purpurträger unter 80 Jahren. (dpa)