Papst Benedikt überreicht 23 Kardinalsringe
25.11.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Eine weitere wichtige Mission der Kardinäle sei es, für Frieden und Einheit zu beten, betonte das katholische Kirchenoberhaupt. Zu den neuen Purpurträgern gehört auch der 73-jährige deutsche Erzbischof Paul Joseph Cordes, der Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum. Zudem wurden Erzbischöfe unter anderem aus Spanien, Irland, dem Senegal, Kenia, Mexiko und Indien in den Kardinalsstand erhoben.
Unter dem Beifall der Anwesenden erhielt als erster erster neuer Purpurträger Bagdads chaldäischer Patriarch Emmanuel III. Delly den Ring. Freundschaftlich drückte und küsste er dabei die Hände des Papstes. Delly ist der erste Kardinal aus dem Irak. Zuvor hatte er einen Exodus von Christen aus seinem Land beklagt und seine Ernennung als «Ehre für alle Iraker» bezeichnet.
Benedikt hatte bereits im März 2006 ein erstes Konsistorium einberufen und damals 15 neue Kardinäle ernannt. Durch die zweite Vollversammlung der Kardinäle gibt es nun insgesamt 201 Kardinäle, 120 davon sind unter 80 Jahre alt und wären somit bei einer Papstwahl wahlberechtigt. Darunter sind auch sechs deutsche Kardinäle.
Das größte Konsistorium der Kirchengeschichte hatte 2001 Johannes Paul II. veranstaltet, als er gleichzeitig über 40 neue Kardinäle ernannte. Dabei überschritt er die von Paul VI. im Jahr 1968 erlassene Höchstzahl von 120 Wahlberechtigten - zeitweise gab es unter Johannes Paul 135 Purpurträger unter 80 Jahren. (dpa)

