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Lupe Papstsekretär rügt Medien wegen Satiren

Der Privatsekretär von Benedikt XVI. hat dem italienischen Rundfunk vorgeworfen, den Pontifex zu verspotten. Er forderte ein Ende solcher Satire-Sendungen.

Gegen häufige Satiren über Papst Benedikt XVI. im italienischen Rundfunk hat sein Privatsekretär Georg Gänswein Protest eingelegt. «Ich hoffe, dass solche Sendungen bald aufhören», sagte Gänswein laut der Online-Ausgabe der römischen Tageszeitung «La Repubblica».

Komiker waren für Imitationen des Kirchenoberhaupts und seines Sekretärs in Fernsehen und Radio von italienischen Bischöfen scharf kritisiert worden. Er selbst habe die beanstandeten Sendungen nicht verfolgt, räumte Gänswein ein. Es mangele ihnen jedoch an intellektuellem Niveau.

Der Papstsekretär erklärte sich «einverstanden mit Satire, aber solche Dinge beleidigen Kirchenmänner». Der Fernsehkomiker Maurizio Crozza hatte im Privatsender La7 dem Kirchenoberhaupt etwa ein Wortspiel mit den Begriffen «pax» (Frieden) und «pacs» (zivilrechtliche hetero- und homosexuelle Partnerschaften) in den Mund gelegt.

Italienische Tageszeitungen hatten in der Debatte um Papst-Satiren unterschiedlich Stellung genommen. Die Turiner Tageszeitung «La Stampa» hatte das Niveau der Sendungen beanstandet, grundsätzlich jedoch Satire über das Kirchenoberhaupt befürwortet.

Der Mailänder «Corriere della Sera» betonte dagegen, dem Papst stehe noch mehr als anderen Menschen ein Recht auf Schutz vor Beleidigungen zu. (nz)