18. Okt 2006 13:33
Im Internet sind Aufrufe zu Gewalt gegen Papst Benedikt XVI. erschienen. Die römische Staatsanwaltschaft ermittelt.
Die Behörden gehen demnach davon aus, dass islamistische Terrorgruppen hinter den Aufrufen stehen. Die Botschaften seien kurz nach der Regensburger Rede von Benedikt XVI. am 12. September im Internet in Umlauf gebracht worden. Der Papst hatte in seiner Rede den mittelalterlichen byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaeologos (1391-1425) mit der Aussage zitiert, der Prophet Mohammed habe «nur Schlechtes und Inhumanes» gebracht, weil er den Islam mit dem Schwert habe verbreiten lassen.
Nach Protesten in der islamischen Welt hatte Benedikt XVI. mehrmals betont, das Zitat gebe nicht seine persönliche Meinung wieder und sei missverstanden worden. (nz)