netzeitung.dePapst reist trotz Bedenken in die Türkei

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Papst Benedikt XVI. (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Papst Benedikt XVI.
Foto: AP
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Der Vatikan bleibt dabei, dass der Papst im November in die Türkei reist. Daran änderten auch Drohungen nichts.

Die geplante Papstreise nach Ankara und Istanbul Ende November soll stattfinden. Laut italienischen Zeitungen ist der Vatikan allerdings in Sorge wegen Drohungen aus der Türkei. Papst Benedikt XVI. habe auch die Nachrichten über die Entführung eines türkischen Flugzeugs am Dienstagabend genau verfolgt, hieß es.

Die Maschine mit 113 Menschen an Bord war von einem türkischen Wehrdienstverweigerer entführt worden, der ursprünglich mit dem Flugzeug von Albanien in die Türkei abgeschoben werden sollte. Zunächst war spekuliert worden, der 30-Jährige habe gegen den Papst-Besuch protestieren wollen. Grund war die Ankündigung des Mannes, dass er eine Botschaft an Benedikt XVI. überbringen wolle und sein Versuch, die Route nach Rom umzulegen. Später hatte sich herausgestellt, dass er den Papst um Unterstützung bei seiner Kriegsdienstverweigerung bitten wollte.

In der Türkei gibt es kein Recht auf Wehrdienstverweigerung. Nach Angaben des «Vereins der Kriegsgegner» gibt es 60 Verweigerer aus Gewissensgründen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg rügt die türkische Praxis, Kriegsdienstverweigerer wegen Befehlsverweigerung oder Fahnenflucht zu verurteilen. (nz)