netzeitung.deIrak-Botschafter lobt Papst nach Krisengipfel

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Papst Benedikt XVI. mit einem seiner Gäste (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Papst Benedikt XVI. mit einem seiner Gäste
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Bei einem Treffen mit den Botschaftern muslimischer Länder hat sich Papst Benedikt darum bemüht, den Streit über ein umstrittenes Zitat zu schlichten. Offenbar konnte er seine Gäste überzeugen.

Der irakische Botschafter beim Vatikan, Albert Edward Ismail Jelda, hat die Erklärungen des Papstes zu seiner Haltung gegenüber dem Islam angenommen. Benedikt XVI. habe ihn mit seinen Respektbekundungen für den Islam überzeugt, sagte Jelda. Es sei nun an der Zeit, den Konflikt der vergangenen zwei Wochen hinter sich zu lassen und wirklich Brücken zu bauen. «Lassen wir das Geschehene hinter uns», fügte er hinzu.

Ein umstrittenes Zitat des Papstes bei einer Rede an der Universität Regensburg am 12. September hatte den Konflikt ausgelöst. Er hatte einen mittelalterlichen Kaiser und Gelehrten mit den Worten zitiert: «Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.»

In der muslimischen Welt gab es Empörung. Benedikt lud daraufhin an diesem Montag 21 beim Vatikan akkreditierte Botschafter aus vorwiegend muslimischen Ländern und einen Vertreter der Arabischen Liga in seine Sommerresidenz Castel Gandolfo zum Gespräch ein. Auch zahlreiche muslimische Geistliche nehmen an den Gesprächen teil. Der arabische Fernsehsender Al Dschasira übertrug die Papst-Ansprache live.

Bei dem Treffen in seiner Sommerresidenz Castelgandolfo unterstrich Papst Benedikt XVI. in einer etwa fünfminütigen Rede seinen Respekt vor dem Islam. Er hoffe auf «Brücken der Freundschaft», erwarte aber «Gegenseitigkeit» bei der Gewährung der Religionsfreiheit. Den Dialog zwischen Christen und Muslimen nannte der Papst «lebensnotwendig». Davon «hängt ein Teil unserer Zukunft ab», sagte er. (nz)