Zehntausende empfangen Papst in München
09.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Benedikt XVI. erinnerte daran, dass er als Münchner Erzbischof Nachfolger des heiligen Korbinian war. In Anlehnung an die Legende bezeichnete er sich selbst als «ein Lasttier Gottes». Aber gerade so sei er immer bei Gott.
Nach der Legende hatte ein Bär das Reittier des Heiligen zerfleischt, als dieser auf der Reise nach Rom war. Als Strafe lud ihm Korbinian das Bündel auf den Rücken, das bis dahin das Pferd getragen hatte. So musste der Bär es über die Alpen bis nach Rom schleppen und wurde erst dort vom Heiligen freigelassen.
Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber erklärte: «Für die Menschen in unserem Land und für mich persönlich geht heute ein Herzenswunsch in Erfüllung: Unser deutscher Papst kehrt in seine bayerische Heimat zurück.» Alle seien tief bewegt und dankbar, diesen historischen und einmaligen Augenblick miterleben zu dürfen. Der Besuch werde in die Geschichte des Landes eingehen und allen Gläubigen neue Impulse geben.
Auch der sichtlich gerührte Münchner Erzbischof Kardinal Friedrich Wetter begrüßte das Kirchenoberhaupt bei seiner Rückkehr und verwies auf die Bedeutung, die Bayern, aber auch speziell der Marienplatz im Leben des Papstes gespielt habe. Obwohl ihm als Papst die Weltkirche anvertraut sei, sei er nicht in weite Ferne gerückt. Auch als Papst sei er ein Bayer geblieben. (nz)

