netzeitung.deZehntausende empfangen Papst in München

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Papst Benedikt XVI. in München (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Papst Benedikt XVI. in München
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Papst Benedikt XVI. hat auf dem Münchner Marienplatz gebetet, der bereits zwei Mal Ort entscheidender Wendepunkte in seinem Leben gewesen sei. Mit einer Pointe sorgte er für Erheiterung.

Bei strahlendem Sonnenschein haben zehntausende Menschen auf dem Münchner Marienplatz Benedikt XVI. einen begeisternden Empfang bereitet. «Es ist für mich sehr bewegend, wieder auf diesem wunderschönen Platz zu Füßen der Mariensäule zu stehen, an einem Ort, der bereits zwei Mal Zeuge entscheidender Wendepunkte in meinem Leben war», sagte der Papst, der an der Säule später auch betete.

Bereits am Pfingstsamstag 1977 hatte Joseph Ratzinger nach seiner Weihe zum Erzbischof von München und Freising am Fuße der Mariensäule auf dem Platz um Schutz für sein Land gebetet. Ebenfalls vom Marienplatz hatte er sich von seinem damaligen Erzbistum München und Freising am 28. Februar 1982 nach Rom verabschiedet.

Benedikt XVI. erinnerte daran, dass er als Münchner Erzbischof Nachfolger des heiligen Korbinian war. In Anlehnung an die Legende bezeichnete er sich selbst als «ein Lasttier Gottes». Aber gerade so sei er immer bei Gott.

Nach der Legende hatte ein Bär das Reittier des Heiligen zerfleischt, als dieser auf der Reise nach Rom war. Als Strafe lud ihm Korbinian das Bündel auf den Rücken, das bis dahin das Pferd getragen hatte. So musste der Bär es über die Alpen bis nach Rom schleppen und wurde erst dort vom Heiligen freigelassen.

«Für alle Menschen guten Willens»
«In meinem Fall hat der Herr anders entschieden», bemerkte der Papst zur großen Erheiterung der Anwesenden. So stehe er nun wieder zu Füßen der Mariensäule, um die Fürsprache und den Segen der Muttergottes zu erflehen - «diesmal aber nicht nur für die Stadt München und für Bayern, sondern für die Kirche der ganzen Welt und für alle Menschen guten Willens».

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber erklärte: «Für die Menschen in unserem Land und für mich persönlich geht heute ein Herzenswunsch in Erfüllung: Unser deutscher Papst kehrt in seine bayerische Heimat zurück.» Alle seien tief bewegt und dankbar, diesen historischen und einmaligen Augenblick miterleben zu dürfen. Der Besuch werde in die Geschichte des Landes eingehen und allen Gläubigen neue Impulse geben.

Auch der sichtlich gerührte Münchner Erzbischof Kardinal Friedrich Wetter begrüßte das Kirchenoberhaupt bei seiner Rückkehr und verwies auf die Bedeutung, die Bayern, aber auch speziell der Marienplatz im Leben des Papstes gespielt habe. Obwohl ihm als Papst die Weltkirche anvertraut sei, sei er nicht in weite Ferne gerückt. Auch als Papst sei er ein Bayer geblieben. (nz)