Papst gewährt Berlusconi 35 Minuten
19. Nov 2005 19:14
 |  Papst Benedikt XVI. und Silvio Berlusconi. | Foto: AP |
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Papst Benedikt XVI. hat am Samstag erstmals den italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi empfangen. In dem Gespräch ging es um die Beziehung zwischen Kirche und Staat in Italien.
Zum ersten Mal hat Papst Benedikt XVI. dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi am Samstag eine Audienz gewährt. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen traf der Regierungschef am Morgen mit einer Delegation im Vatikan ein, wo er herzlich von dem Kirchenoberhaupt aus Deutschland empfangen wurde. Das private Gespräch zwischen Joseph Ratzinger und Berlusconi habe 35 Minuten gedauert und sei sehr freundschaftlich gewesen, berichteten Beobachter.
Der Politiker und der Kirchenführer hätten über Probleme zwischen Kirche und Staat in Italien gesprochen und dabei bekräftigt, auch weiterhin im Sinne der Lateranverträge zusammenarbeiten zu wollen, erklärte der stellvertretende Vatikan-Sprecher Ciro Benedettini. Der Vatikan hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder zur Politik der italienischen Regierung geäußert und damit Kritik auf sich gezogen. In den 1929 unterzeichneten Verträgen erkennt der Heilige Stuhl die Stadt Rom als Sitz der italienischen Regierung an, während der italienische Staat die politische und territoriale Souveränität des Vatikans garantiert.
Ebenholz-Kreuz für den Papst
Berlusconi überreichte dem Papst als Geschenk ein in Frankreich hergestelltes 45 Zentimeter großes Ebenholz-Kreuz aus dem 19. Jahrhundert mit einer Christus-Skulptur in Elfenbein. Berlusconi und der Papst waren sich bisher nur einmal persönlich begegnet, als sie sich zu Benedikts Amteinsführung im April kurz begrüßten. (nz)