Der «schöne Schatten» des Papstes: 

netzeitung.dePorträt: Papst-Sekretär Georg Gänswein

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Scharfsinniger Kopf: Georg Gänswein (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Scharfsinniger Kopf: Georg Gänswein
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Er ist der Mann hinter dem Papst: Georg Gänswein, Sekretär von Benedikt XVI., sorgt in Rom für Aufsehen. Und dies nicht nur wegen seiner theologischen Brillanz.

Wenn Papst Benedikt XVI. eine Rede hält, dann reicht dieser Mann ihm die Brille. Im Papamobil sitzt er meist lächelnd neben dem Papst. Ansonsten hält sich der hoch gewachsene Blonde stets zwei, drei Schritte hinter dem Kirchenoberhaupt. In Rom sprechen manche vom «schönen Schatten» des Papstes. Der Mann heißt Georg Gänswein, kommt aus der Nähe von Freiburg, ist seit 1984 Priester - und seit vier Monaten Privatsekretär des Papstes.

Der Schwarzwälder, den Vatikaninsider «Don Georgio» nennen, hat zwar längst nicht so viel Macht wie Stanislaw Dziwisz, der Sekretär von Johannes Paul II. Schließlich ist Benedikt bei guter Gesundheit und trifft alle Entscheidungen selbst. Dennoch schätzt Ratzinger Gänswein als brillanten Theologen und scharfsinnigen Kopf.

Steile Karriere
Der Sohn eines Schmiedemeisters aus Waldshut hat eine steile Karriere hinter sich: Nach der Priesterweihe promovierte er in München, diente in den 90er Jahren beim Freiburger Erzbischof Oskar Saier, dann kam er nach Rom. 2003 nahm Ratzinger den Badener in den Kreis seiner Mitarbeiter auf.

In Rom fällt Gänswein nicht zuletzt wegen seines Äußeren auf. «Sicherlich der best aussehende Papstsekretär, den es je gab», meinen Kommentatoren. Noch dazu sieht er deutlich jünger aus als seine 49 Jahre. Ganz begeistert sind römische Vatikanisten, wenn sie hören, dass Gänswein ein hervorragender Skifahrer und guter Tennisspieler ist. Darauf wird er seit seinem Aufstieg zum Papstsekretär weitgehend verzichten müssen. (nz)