Benedetto-Rufe und La-Ola-Wellen für den Papst in Köln:
Papst in Köln begeistert empfangen
18. Aug 2005 10:46, ergänzt 15:44
 |  Begeisterter Empfang für den Papst in der Heimat | Foto: dpa |
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Benedikt XVI. ist in Deutschland. Die Alitalia-Maschine mit dem Kirchenoberhaupt landete am Mittag in Köln. Kurz vor Beginn einer Schifffahrt des Papstes haben sich auf den Rheinwiesen 100.000 Menschen versammelt.
Der mit Spannung und Freude erwartete Papst-Besuch in Deutschland hat begonnen. Benedikt XVI. ist nach seiner Ankunft auf dem Köln-Bonner Flughafen von Bundespräsident Horst Köhler herzlich begrüßt worden. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hieß den ersten deutschen Papst seit 500 Jahren willkommen. Die Maschine der Alitalia aus Rom war um 11:55 Uhr bei strahlendem Sonnenschein gelandet.
Das Flugzeug war mit der deutschen und vatikanischen Flagge geschmückt. Zuschauer, darunter viele Teilnehmer des Weltjugendtages, klatschten Beifall, machten La-Ola-Wellen und riefen «Be-ne-detto». Um 12:06 Uhr betrat Joseph Ratzinger deutschen Boden. Danach folgte eine Willkommenszeremonie mit militärischen Ehren. Anlass von Benedikts erster Auslandsreise ist der Weltjugendtag.
In seiner ersten Ansprache dankte das 78-jährige Kirchenoberhaupt Gott für die Fügung, dass seine erste Auslandsreise ihn zum Weltjugendtag in seine Heimat führe. Benedikt XVI. rühmte die Tradition der Weltoffenheit und Solidarität der Deutschen insbesondere zu Gunsten der Dritten Welt. Der Papst rief dazu auf, zu einer gerechten und solidarischen Welt beizutragen. Die Begegnung so vieler Jugendlicher beim Weltjugendtag sei ein Zeichen für die Vitalität der Kirche. «Ich bin glücklich, mitten unter den Jugendlichen zu sein, ihren Glauben, so Gott will, zu stützen und ihre Hoffnung zu beleben.»
Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatten, begleitet von ihren Frauen, das Kirchenoberhaupt von weltweit rund einer Milliarde Katholiken begrüßt. «Wir freuen uns, dass Sie Ihre erste Reise hierher nach Deutschland unternehmen», sagte Köhler. «Das ist ein großer, ein schöner Tag für uns alle.»
Die Wahl des deutschen Kardinals Joseph Ratzinger zum Papst im April nach dem Tod von Johannes Paul II. sei von historischer Bedeutung gewesen. Die Wahl eines Deutschen aus der so genannten Flakhelfergeneration sei auch weltweit als Zeichen der Versöhnung begriffen worden.
Der Papst geht auf die Gläubigen zu
Nach der offiziellen Willkommenszeremonie begrüßten Benedikt und Köhler Schaulustige hinter den Absperrungen, bevor der Papst in einer Limousinen-Kolonne zur erzbischöflichen Residenz in Köln fuhr. Kurz vor Beginn der Schiffstour des Papstes haben sich auf den Rheinwiesen in Köln etwa 100.000 Menschen versammelt. Auf den Poller Wiesen, auf deren Höhe der Pontifex eine Ansprache halten wird, sei noch Platz, sagte ein Polizeisprecher. Aus Sicht der Polizei gibt es in der Stadt keine Probleme. «Außer vielen, vielen Menschen ist nichts los.»
Abschlussmesse mit 800.000 Gläubigen
Auf dem Programm des Papstes stehen unter anderem auch ein Besuch in der Synagoge der Kölner jüdischen Gemeinde und Gespräche mit Protestanten und Muslimen. Am Sonntag feiert Benedikt XVI. auf dem Marienfeld die Abschlussmesse des Weltjugendtages. Dazu werden bis zu 800.000 Gläubige erwartet. (nz)