Union besorgt um Papst-Sicherheit
16.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hartmut Koschyk (CSU), und der Obmann der Fraktion im Innenausschuss, Thomas Strobl (CDU) kritisierten das Verhalten von Rot-Grün in der Frage des Bundeswehreinsatzes im Inland als «völlig inakzeptabel». «Durch den rot-grünen Starrsinn gegen die gebotene Änderung des Grundgesetzes steht diese notwendige Einbindung der Bundeswehr in einer verfassungsrechtlichen Grauzone», teilten beide Politiker in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Koschyk und Strobl wiesen in diesem Zusammenhang auf den Umstand hin, dass Innenminister Otto Schily (SPD) erst am Montag «seine Ruhmestaten im Bereich der ABC-Abwehr im Zivil- und Katastrophenschutz» verkündet und sich abermals gegen die «Notwendigkeit eines Bundeswehreinsatzes im Inland» ausgesprochen hatte. «Wie passt es dazu, dass die Bundeswehr angewiesen wurde, insbesondere Material und Personal zur ABC-Erkundung und Bekämpfung für den Weltjugendtag bereitzuhalten?», fragen die beiden Unionspolitiker und verlangen zugleich «umfassende Aufklärung darüber, in welchem Umfang Personal und Material der Bundeswehr zum Schutz des Weltjugendtages bereitgehalten» werde. «Dieses Possenspiel muss und wird offen gelegt werden.»
Bereitgehalten werden demnach Rettungshubschrauber, Lkw mit Lautsprecherausrüstung, zwei Fuchs-Spürpanzer zur Bekämpfung biologischer oder chemischer Angriffe, 60 Soldaten der ABC-Abwehrbrigade 100, Experten beim Bundeswehr-Sanitätsamt in München und in der ABC-Abwehrschule Sonthofen in Bayern. (nz)

