netzeitung.dePapst nennt Homo-Ehe anarchistisch

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Papst Benedikt XVI. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Papst Benedikt XVI.
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Papst Benedikt XVI. hat sich klar gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen ausgesprochen. «Pseudo-Ehen» zwischen Menschen gleichen Geschlechts seien ein Versuch, die Ehe aufzulösen.

Mit deutlichen Worten hat sich Papst Benedikt XVI. gegen homosexuelle Partnerschaften gewandt. So genannte «Homo-Ehen» kritisierte er auf einer Konferenz über die Rolle der Familie in Rom als Ausdruck «anarchistischer Freiheit», die sich sich zu Unrecht als «wahre Befreiung des Menschen» ausgebe. Diese Pseudofreiheit beruhe auf einer «Banalisierung» des Menschen und ziele darauf, die Ehe aufzulösen.

Der Papst hob ausdrücklich die Bedeutung der Ehe für die Christen hervor. Bei der Ehe zwischen Mann und Frau handele es sich nicht lediglich um eine «zwanglose soziologische Einrichtung», sondern eine Institution, die tief im menschlichen Wesen verwurzelt sei. «Die Berufung zur Liebe ist das, was aus dem Menschen wahrhaft ein Ebenbild Gottes macht.»

Gegen Abtreibung und Verhütung
Benedikt wandte sich zudem gegen Abtreibung und Verhütung. Kinder seien die Frucht einer Ehe und spiegelten die Liebe Gottes wider, sagte er. Paare handelten gegen die Natur der Liebe, wenn sie systematisch das «Geschenk des Lebens» ausschlössen. «Der größte Ausdruck von Freiheit ist nicht die Suche nach Vergnügen», sagte der Papst.

Kurz vor dem am kommenden Wochenende in Italien anstehenden Bioethik-Referendum, bei dem es um die Abschaffung eines strengen Gesetzes über künstliche Befruchtung und Stammzellenforschung geht, verurteilte Benedikt überdies die Gentechnik: «Ein Leben, das geboren wird, darf nicht unterdrückt oder verletzt werden.» (nz)