netzeitung.dePapst Benedikt bekräftigt konservativen Kurs

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Benedikt XVI. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Benedikt XVI.
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Keine Überraschung für Beobachter der katholischen Kirche: Bei den Themen Abtreibung und Sterbehilfe gibt es keine neue Linie.

Bei der letzten Zeremonie zur Übernahme des Pontifikats hat Papst Benedikt XVI. den konservativen Kurs der katholischen Kirche vor allem in den ethischen Grundfragen von Abtreibung bis Sterbehilfe bekräftigt. Hier werde es kein Verwässern der Lehre des Vatikans geben, sagte er in einer Messe in der Basilika Sankt Johannes im Lateran, in der traditionell der Bischof von Rom in sein Amt eingeführt wird.

Beim traditionellen Sonntagssegen war an seinem Fenster erstmals das neue Papstwappen zu sehen, das auf seine bayerischen Wurzeln verweist. Bei seiner Predigt in der Lateranbasilika berief sich Benedikt ausdrücklich auf seinen Vorgänger, Johannes Paul II., der «unmissverständlich die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod» bekräftigt habe.

«Freiheit zu töten ist keine wirkliche Freiheit sondern eine Tyrannei, die Menschen zu Sklaven reduziert», sagte Benedikt zu «falschen Interpretationen von Freiheit». Als Vorsitzender der Glaubenskongregation prägte der frühere Kardinal Joseph Ratzinger bereits vor seiner Wahl zum Papst am 19. April 24 Jahre den Kurs der Kirche.

Auch mit dem Sonntagssegen führt Benedikt eine Tradition seines Vorgängers fort. Zum Welttag der Kommunikation würdigte er die Rolle der Medien, mahnte aber auch zu einem verantwortlichen Umgang mit Informationen. Ausdrücklich lobte er erneut die Berichterstattung zum Tod und der Beisetzung Johannes Pauls II. als außerordentlich.

«Aber alles hängt davon ab, wie es benutzt wird», erklärte er. «Diese wichtigen Werkzeuge der Kommunikation können gegenseitiges Wissen befördern oder, im Gegenteil, Vorurteile und Geringschätzung unter Einzelpersonen und Völkern; sie können dazu beitragen, den Frieden zu fördern oder Gewalt zu schüren.» Deshalb sollten Journalisten und andere Medienschaffende mit persönlicher Verantwortung für objektive Berichte einstehen. (nz)