netzeitung.deA380 ist ein Glücksfall für Frankfurt

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Landung des A380 auf dem Frankfurter Flughafen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Landung des A380 auf dem Frankfurter Flughafen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der A380 ist sicher in Frankfurt gelandet. Der neue Airbus schaffe viele Jobs und sichere die Existenz des Flughafens, sagte Ministerpräsident Koch.

Das weltgrößte Passagierflugzeug Airbus A380 ist am Samstagmorgen um neun Uhr erstmals in Deutschland gelandet. Nach einer Flugzeit von eineinhalb Stunden setzte die Maschine der EADS-Tochter
Airbus sicher auf dem Flughafen in Frankfurt am Main auf. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport haben sich etwa 10.000 Schaulustige versammelt, um die Landung zu beobachten. Allerdings trübte zäher Nebel die Sicht.

Anlässlich der Premiere in Deutschland verwies der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) auf die Bedeutung des Riesen-Jets für die Beschäftigung: «Sehr, sehr viele leben davon, dass dieser Flughafen im internationalen Wettbewerb immer an der Spitze steht.» Der A380 sichere die Existenz des Flughafens, betonte der CDU-Politiker. Wegen des Flugzeuges entstünden viele neue Arbeitsplätze.

Der Chef von Fraport

, Wilhelm Bender sagte, die neue Maschine sei ein Glücksfall für den Flughafen, weil es bereits Kapazitätsprobleme gebe.
Acht Stunden Tests
Rund acht Stunden lang soll auf dem Flughafen der Main-Metropole die komplette Abfertigung der Maschine getestet werden. Dazu gehören neben dem Ein- und Aussteigen der Passagiere auch das Be- und Entladen sowie das Enteisen des vierstrahligen Jets.

Der A380 löst die Boeing 747 als größtes Passagierflugzeug der Welt ab. Er hat ein maximales Startgewicht von 560 Tonnen. Das Flugzeug kann bis zu 853 Fluggäste befördern und ist damit das bislang größte gebaute Verkehrsflugzeug der Welt. Airbus schickt die Testmaschine am Sonntag wieder zurück in ihren Heimatflughafen im französischen Toulouse.

Erste Auslieferung Ende 2006
Gegen die Landung hatte es in den vergangenen Wochen erhebliche Proteste von Umweltschützern und Nachbargemeinden gegeben. Für eine A380-Wartungshalle sind rund 20 Hektar Wald gerodet worden.

Schaulustige können sich den Airbus, der eine Länge von 72,7 Metern und eine Spannweite von knapp 80 Metern hat, von einem abgesperrten Gelände auf dem ehemaligen US-Militärflughafen aus anschauen.

Der Jungfernflug des Riesen-Jets, der eine Reichweite von 15.000 Kilometern hat, fand bereits am 27. April in Toulouse statt. Größter Kunde für den A380 ist bislang die arabische Airline Emirates, die 43 Maschinen geordert hat. Lufthansa

hat 15 Flugzeuge bestellt. Der erste A380 soll Ende nächsten Jahres mit einem halben Jahr Verspätung an Singapore Airlines ausgeliefert werden. (nz)