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Touristenvisa-Beschränkungen: 

Bei Nahost-Rundreisen ist Reihenfolge wichtig

29. Apr 2008 15:05
Mit dem falschen Stempel nicht passierbar: Taba-Grenzposten
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Die Gräben im Nahen Osten sind tief. Das spürt man auch als Reisender. Mit einem israelischen Stempel im Pass kommt man nicht nach Syrien.

Wer eine Rundreise durch Syrien und Israel plant, muss die Länder in einer ganz bestimmten Reihenfolge bereisen. «Mit einem israelischen Stempel kommen Touristen nicht nach Syrien hinein», erklärt Manfred Schreiber vom Reiseveranstalter Studiosus in München, der Gruppenreisen in der Region anbietet.

Ist eine Tour durch beide Länder geplant, sollte sie daher in Syrien starten und in Israel enden. Außerdem müssten die Urlauber über Jordanien nach Israel einreisen. Syrien und Israel hätten zwar eine gemeinsame Grenze, diese könne aber nicht passiert werden.

Mit dem syrischen Stempel im Pass können Ausländer zwar nach Israel einreisen. Sie sollten sich an der Grenze aber auf eine Befragung über ihren Aufenthalt in Syrien einstellen, sagt Sonja Hegasy vom Zentrum Moderner Orient (ZMO) in Berlin. Touristen, die die Länder in einer anderen Reihenfolge bereisen, ließen sich in manchen Fällen den israelischen Ein- und Ausreisestempel auf ein gesondertes loses Blatt im Pass geben.

Schwer passierbare Grenzen

Damit kann zwar der Stempel im Pass vermieden werden, aber auch diese Taktik birgt Risiken: «Wer über den Sinai aus- und von Ägypten nach Syrien weiterreist, bekommt am Grenzübergang bei Taba den ägyptischen Einreisestempel», erklärt Hegasy. Damit sei für die Syrer klar, dass der Reisende von Israel gekommen ist. Die Einreise nach Syrien werde deshalb verwehrt. Entsprechend verhält es sich laut Schreiber mit den Grenzstationen an der israelisch-jordanischen Grenze.

Durch einen Friedensvertrag zwischen Syrien und Israel könnten sich die Einreisebestimmungen etwas lockern. Derzeit versucht der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan beide Länder zu Friedensgesprächen an einen Tisch zu bekommen. Ein positiver Ausgang wäre auch für die Tourismusbranche wünschenswert: «Dann könnten wir den Ablauf der Rundreisen auch etwas flexibler gestalten», so Schreiber. (dpa)


 
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