Schlossherren verband seit jeher eine enge Beziehung zu wohlriechenden Essenzen. Sonnenkönig Ludwig XIV. ließ für seinen Hof in Versailles die teuersten Düfte kreieren. Deshalb führen von Chartres aus auch zwei Parfümausflüge in Schlösser: das Château de Chamerolles und das Château de Frileuse. In dem rund 40 Kilometer von Chartres entfernten Chilleurs-aux-Bois liegt das Parfümmuseum Chamerolles, das auf eine Reise durch die Welt der Düfte einlädt. Wer selber zur Pipette greifen will, kann bei Nicolas de Barry auf seinem Schloss Château de Frileuse in die Lehre gehen. Wenn der Comte de Barry nicht selbst für Düfte kreiert, bietet er Schnupperkurse für Möchtegern-Nasen an. Um ganz andere Gerüche geht es im Bistro de la Cathédrale, genau gegenüber der Kathedrale von Chartres, wo sich bei einer «Pâté en croûte de Chartres», einer Fleischpastete aus Stopfleber, Kalbsnuss, Schweinefilet oder jungem Rebhuhnfilet mit Cognac der Kreis der Sinnesfreuden von Sehen über Riechen bis Schmecken dann schließt. (Sabine Glaubitz, dpa)
Informationen: Fremdenverkehrsamt von Chartres, Place de la Cathédrale, BP 50289, F-28000 Chartres, Telefon von Deutschland: 0033/2/ 37 18 26 26, Maison de la France, Zeppellinallee 37, 60325 Frankfurt, Telefon 0900/157 00 25 für 49 Cent pro Minute