24.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Tut nicht weh und schützt: Masernimpfung
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In der Schweiz grassieren die Masern. Damit sich die Krankheit nicht europaweit ausbreitet, sollen sich Touristen vor ihrer Anreise schützen. Das betrifft auch die Fußball-Fans, die im Juni im Alpenland erwartet werden.
Fußballfans, die im Sommer zur Europameisterschaft in die Schweiz reisen wollen, sollten sich gegen Masern impfen lassen. Das empfiehlt nach einem Bericht des Ärztemagazins «Impfbrief» das Schweizer Bundesamt für Gesundheit.
Die Schweiz erlebt derzeit den größten Masernausbruch seit rund zehn Jahren. Seit Beginn der Epidemie im November 2006 sind schon rund 1.700 Menschen erkrankt, allein seit Beginn dieses Jahres mehr als 600. Acht Prozent der Erkrankten mussten dem Magazin zufolge im Krankenhaus behandelt werden. 90 Prozent der Betroffen seien nicht oder nur ein Mal gegen Masern geimpft worden.
Europaweite Verbreitung befürchtetIn der Schweiz und in Deutschland wird die zweimalige Impfung empfohlen. Wenn zu dem Fußball-Großereignis von Juni bis Anfang Juli aus ganz Europa Menschen mit unzureichendem Impfschutz die Schweiz besuchten, seien weitere Ausbrüche europaweit programmiert, warnte der «Impfbrief». Bereits jetzt stünden in Deutschland Masernfälle in Karlsruhe, dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach mit dem Ausbruch in der Schweiz in Verbindung.
Neben den typischen roten Hautflecken ruft die Erkrankung Fieber und einen erheblich geschwächten Allgemeinzustand hervor. Es können außerdem in manchen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- und Hirnentzündungen auftreten. (nz/AP)