24. Jan 2008 16:49
Mit einem Qualitätsssiegel soll die Spreu vom Weizen getrennt werden: «Fair, zuverlässig, dienstleistungsorientiert» lauten die wichtigsten Kriterien. Die Wissenschaftler arbeiten dabei auch mit verdeckten Ermittlern.
Das Institut an der Universität Trier testet bei der Zertifizierung drei Bereiche: Service und Fairness, Produktsicherheit sowie Verlässlichkeit und Provision. Für das Siegel müssen die Veranstalter in allen Bereichen mindestens 75 Prozent der geforderten Punkte erreichen. „Wir sind davon überzeugt, dass sich die Reisebüros und Kunden langfristig mehr und mehr auf unser Urteil verlassen und nicht zertifizierten Anbietern eher mit Skepsis gegenübertreten werden. Qualität setzt sich einfach durch – und die haben die Reiseveranstalter, die unser Siegel erhalten“, sagte Prof. Heinz-Dieter Quack, Leiter des ETI. Es gebe bereits erste Gespräche mit interessierten Reiseveranstaltern.Wenn sich ein Anbieter von Reisen für die Zertifizierung anmeldet, stellt ihm das Institut zunächst ein Handbuch als Qualitätsleitfaden zur Verfügung. Dieses „1x1 der Qualität“ soll den Mitarbeitern der Veranstalter bei der alltäglichen Arbeit als Nachschlagewerk dienen und sie auf die Qualitätsprüfung vorbereiten. Es enthält Empfehlungen für den Umgang mit den Kunden sowie aktuelle Studien des ETI. Darüber hinaus bietet der Qualitätsleitfaden eine Übersicht über Voraussetzungen und Möglichkeiten zur langfristigen Kundenbindung. Noch bevor die ETI-Mitarbeiter die ersten Checks vornehmen, lässt das Trierer Institut den Reiseveranstalter auf seine Bonität hin prüfen.