Kleine Gassen und unerwartete Idylle in Split
15.01.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Hinter den Mauern des ehemaligen Diokletianpalastes verbergen sich heute Privatwohnungen. Der römische Kaiser Diokletian ließ den Bau auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern errichten. Von dort breitete sich die Stadt im Lauf der Jahrhunderte aus.
Mit Steinen hat es Josko Santic nicht so sehr; er beschäftigt sich eher mit weicherem Material. Gemeinsam mit seiner Frau, seinem Sohn und seinem Schwiegersohn stellt er nach Rosmarin, Salbei, Pfefferminz oder Pinien duftende Seifenstücke her. Und zwar so erfolgreich, dass die von Hand produzierten Seifen sogar in die USA exportiert werden.
Hinter dem kleinen Seifenhäuschen schmiegen sich Weinreben neben Mandarinenbäumchen an den Hang. Mandel-, Oliven- und Feigenbäume gehören hier ebenso zum Bild wie Lavendelsträucher und Zypressenhaine - das mediterrane Klima bietet den Pflanzen eine optimale Umgebung. Doch zu heiß wird es selbst im Sommer nicht, so dass Aktivtouristen beim Wandern oder Radfahrern nicht zu sehr ins Schwitzen kommen.
Ruhe finden Touristen auch auf der benachbarten Insel Hvar. Massentourismus gibt es auch hier mit Ausnahme des Monats August nicht. Die gleichnamige Inselhauptstadt ist ein einziges Museum: Hier finden kulturinteressierte Besucher die imposante Festung Spanjol, den Hvarer Dom, das im Jahre 1612 erbaute Theater sowie die «Loggia» aus dem 17. Jahrhundert, die als die schönste von ganz Dalmatien bezeichnet wird.
Ansonsten wird auch auf Hvar Sport jeglicher Art groß geschrieben; und während sich die Aktiven für Windsurfing, Tauchen oder Wandern entscheiden, ziehen andere lieber den gemütlichen Bootstörn vor.
Informationen: Kroatische Zentrale für Tourismus, Kaiserstraße 23, 60311 Frankfurt (Tel.: 069/238 53 50, Internet: www.kroatien.hr). (Claudia Bell, dpa)

