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Angst vor Denguefieber als Reisemitbringsel

27. Aug 2007 10:56
Nicht nur im Regenwald lauern Gefahren.
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Jeder dritte Reisende bringt eine Erkrankung mit zurück nach Deutschland, Durchfall ist die häufigste. Tritt er kombiniert mit anderen Symptomen auf, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.

Malaria, Denguefieber, Hepatitis - auf Reisen drohen viele gesundheitliche Risiken. Zu Beginn der Reisezeit wird Urlaubern deshalb alle Jahre wieder zu Vorsicht geraten. Doch nicht nur während der Reise ist Aufmerksamkeit geboten. Viele deutsche Urlauber kommen jedes Jahr mit ungebetenen Souvenirs nach Hause, die sich erst nach der Reise bemerkbar machen.

Kolibakterien in verunreinigter Nahrung

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin listet auf seiner Website mehrere Dutzend Infektionskrankheiten auf. In jeder Reiseregion drohen unterschiedliche Risiken. Die meisten Reisenden ziehen sich jedoch nur eine harmlose Durchfallerkrankung zu. Durchschnittlich ist jeder dritte deutsche Reisende betroffen, sagt Tomas Jelinek vom Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf.

Besonders hoch sei das Risko einer Durchfallerkrankung im tropischen und nördlichen Afrika, sagt Stephan Ehrhardt, Arzt am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Aber auch in anderen Reiseregionen wie Südamerika, Südostasien oder Osteuropa bestehe eine erhöhte Gefahr.

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Verursacher sind meist Kolibakterien, die mit fäkal verunreinigter Nahrung aufgenommen werden. Aber auch Viren und Einzeller wie Amöben können schwere Diarrhöe auslösen. Wichtig sei vor allem, viel zu trinken, rät Andreas Jansen, Tropenarzt am RKI. Hält der Durchfall länger als vier Tage an, sollte der Erkrankte einen Arzt aufsuchen und ihn über seinen Urlaubsort informieren. Gleiches gelte, wenn der Durchfall mit Fieber oder Hautausschlag einhergeht oder Blut oder Schleim im Stuhl zu finden sind.

Diese Leiden sind Symptome für mehrere Tropenkrankheiten wie Malaria oder Denguefieber. Die durch Stechmücken übertragene Malaria trete vor allem bei Afrika-Reisenden auf, sagt Jelinek. Wird die Krankheit rechtzeitig diagnostiziert, lasse sie sich gut behandeln. Während die Infektionszahlen für Malaria laut einer Statistik des RKI von 1049 Fällen im Jahr 2001 auf 568 Fälle im Jahr 2006 zurückgegangen sind, stiegen die Erkrankungen am Denguefieber im gleichen Zeitraum von 60 auf 174 Fälle an.

Denguefieber nimmt zu

Besorgniserregend ist laut Jelinek besonders die starke geografische Verbreitung des Denguefiebers in den vergangenen Jahren. Sie gibt es inzwischen in mehr als 100 Ländern. Die Symptome ähneln einer akuten Virusgrippe: Es kommt zu Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und nach vier bis fünf Tagen zu Hautausschlägen besonders im Rumpfbereich. In vielen Fällen treten auch Lebererkrankungen und Gehirnentzündungen auf. Lebensbedrohlich ist das hämorrhagische Denguefieber, das starke Blutungen verursacht. Da es bisher keinen Impfstoff gibt, stellt der Schutz vor Mückenstichen die wirksamste Art der Vorbeugung dar.

Doch nicht nur in fernen, exotischen Ländern drohen Gesundheitsgefährdungen. Beim Urlaub innerhalb Europas können zum Beispiel die auch als Gelbsucht bekannte Hepatitis A und B, FSME und Borreliose durch Zeckenbisse oder Hauterkrankungen wie die Leishmaniose auftreten, warnt das CRM. Hepatitis A wird durch Kolibakterien in Nahrung und Wasser übertragen und äußert sich in Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Durchfall. Eine Impfung wird wie auch bei der durch Körperflüssigkeiten übertragenen Hepatitis B empfohlen. (Florian Sanktjohanser, dpa)

 
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