Insel Poel: Idylle in der Ostsee
Felder, Wald und Wiesen prägen das Bild. Nach Angaben der Kurverwaltung leben auf Poel etwa 2800 Menschen. In den Sommermonaten sind die Touristen mit bis zu 80.000 Strandbesuchern in der Überzahl. Schon vor der Wende war die Insel ein beliebtes Urlaubsziel, doch Poel wirkt auch in Timmendorf Strand nie überlaufen.
Touristen können auf Poel vor allem eines - tief Luft holen und einen Gang zurückschalten. Der jodhaltigen Luft auf Poel werden heilende Effekte zugesprochen. Und Eile tut auf der kleinen Ostsee-Insel, die seit ein paar Jahren den Titel Seebad trägt, nicht Not. Mit dem Fahrrad ist Poel leicht an einem Tag umrundet. Familien mit Kindern und Genussradler können die Insel auf insgesamt elf Touren kreuz und quer über das kleine Eiland erkunden. Tückisch sind nur die Strecken hinter den Dünen, wo die Wege zum Teil regelrecht im Sand versinken.
Wem das beschauliche Inselleben zu viel wird, der ist mit dem Auto über den 1927 errichteten Breitlingdamm in 20 Minuten in der Hansestadt Wismar. Aber Poel hat auch eigene Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Leuchtturm in Timmendorf zum Beispiel stammt aus dem Jahr 1871, und in Kirchdorf lohnt ein Besuch der weithin sichtbaren gotischen Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert.
Poels Kapital bleibt jedoch die Natur: Das Salzhaff ist Laichgebiet für Ostseekrabben. Diese Poeler Spezialität wird nur im Frühsommer gefangen und taucht entsprechend kurz auf den Speisekarten der Poeler Restaurants auf. Die Salzwiesen im Süden der Insel bieten auch Raum für eine einzigartige Tierwelt. Und im Naturschutzgebiet Langenwerder im Nordosten lassen sich im Frühjahr und Herbst regelmäßig Scharen von Zugvögeln nieder.

