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Insel Poel: Idylle in der Ostsee

11. Mai 2007 10:17
Hafen von Poel
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Abseits der Touristenpfade an der Ostsee lässt es sich auf der kleinen Insel Poel noch ganz beschaulich Urlaub machen. Die flach abfallenden Strände sind für Familien mit Kindern ideal.

Der Massentourismus mancher Ostseebäder ist an der Insel Poel in der Wismarer Bucht vorbeigegangen. Auf der nur 37 Quadratkilometer großen Insel lebt es sich unaufgeregt.

Felder, Wald und Wiesen prägen das Bild. Nach Angaben der Kurverwaltung leben auf Poel etwa 2800 Menschen. In den Sommermonaten sind die Touristen mit bis zu 80.000 Strandbesuchern in der Überzahl. Schon vor der Wende war die Insel ein beliebtes Urlaubsziel, doch Poel wirkt auch in Timmendorf Strand nie überlaufen.

Weit ins Meer hineinwaten

Rapsfelder auf der Insel Poel
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Poels flach abfallende Strände an der Nordküste sind für Familien mit Kindern wie gemacht. Der kinderfreundlichste Strand ist sicherlich der in Gollwitz. Dort hat das Wasser bei warmem Wetter fast Badewannentemperaturen und ist so seicht, dass man weit ins knietiefe Meer hineinwaten kann.

Touristen können auf Poel vor allem eines - tief Luft holen und einen Gang zurückschalten. Der jodhaltigen Luft auf Poel werden heilende Effekte zugesprochen. Und Eile tut auf der kleinen Ostsee-Insel, die seit ein paar Jahren den Titel Seebad trägt, nicht Not. Mit dem Fahrrad ist Poel leicht an einem Tag umrundet. Familien mit Kindern und Genussradler können die Insel auf insgesamt elf Touren kreuz und quer über das kleine Eiland erkunden. Tückisch sind nur die Strecken hinter den Dünen, wo die Wege zum Teil regelrecht im Sand versinken.

An einem Tag um die Insel

Mit der Pferdekutsche über die Insel
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Der Drahtesel kann auch gegen ein echtes Pferd eingetauscht werden. Reiterhöfe bieten Ausritte am Spülsaum der Ostsee und Kutschfahrten durch die gelben Rapsfelder an.

Wem das beschauliche Inselleben zu viel wird, der ist mit dem Auto über den 1927 errichteten Breitlingdamm in 20 Minuten in der Hansestadt Wismar. Aber Poel hat auch eigene Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Leuchtturm in Timmendorf zum Beispiel stammt aus dem Jahr 1871, und in Kirchdorf lohnt ein Besuch der weithin sichtbaren gotischen Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert.

Poels Kapital bleibt jedoch die Natur: Das Salzhaff ist Laichgebiet für Ostseekrabben. Diese Poeler Spezialität wird nur im Frühsommer gefangen und taucht entsprechend kurz auf den Speisekarten der Poeler Restaurants auf. Die Salzwiesen im Süden der Insel bieten auch Raum für eine einzigartige Tierwelt. Und im Naturschutzgebiet Langenwerder im Nordosten lassen sich im Frühjahr und Herbst regelmäßig Scharen von Zugvögeln nieder.

Steilküste von Poel

Wenige hundert Meter weiter beginnt ein Teil der Steilküste von Poel, die sich mit Unterbrechungen um die Nord- und Westküste der Insel zieht. Wer hier spektakuläre Felsabbrüche wie auf Rügen erwartet, dürfte enttäuscht sein. Die Böschung ist nur wenige Meter hoch. Doch auf einer der Bänke an den Aussichtspunkten im Wald zwischen Gollwitz und der Siedlung Am Schwarzen Busch lässt sich nach einem erholsamen Urlaubstag der Sonnenuntergang genießen - eine perfekte Idylle eben. (Annika Graf/dpa)

 
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