netzeitung.deNur noch 100 Milliliter dürfen mit ins Flugzeug

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Handgepäckkontrolle (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Handgepäckkontrolle
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Auch in Deutschland werden die Sicherheitsvorkehrungen im Luftverkehr verschärft. Fluggäste dürfen ab November nur noch eine kleine Flasche mit 100 Milliliter Flüssigkeit mit an Bord nehmen.

Ab November darf man auch in Deutschland keine Flüssigkeiten mehr an Bord eines Flugzeugs nehmen. Die EU-Kommission will nächste Woche eine europaweite Sicherheitsvorschrift beschließen.

Eine Ausnahme gilt für Miniflaschen bis zu 100 Millilitern - etwa für Medizin. Sie dürfen in einer durchsichtigen Plastikhülle mit ins Flugzeug genommen werden.

Auch die Größe des Handgepäcks wird eingeschränkt: Taschen dürfen nur noch 56 mal 45 mal 25 Zentimeter groß sein. Für Musikinstrumente soll es Ausnahmeregelungen geben. In Großbritannien sind ähnliche Regelungen bereits in Kraft. Musiker hatten sich dort geweigert zu fliegen, weil sie ihre Instrumente nicht in den Gepäckraum geben wollten.

Die Richtlinie sieht vor, dass alle Passagiere bei den Sicherheitskontrollen Mäntel und Jacken ablegen müssen. Notebooks und andere elektronische Geräte müssen aus den Taschen genommen werden.

Die EU reagiert mit der Richtlinie auf die vereitelten Anschläge auf Flugzeuge in London. Im August wollten Terroristen Flüssigsprengstoff auf Flügen von London in die USA zur Explosion bringen. Seitdem gelten in Großbritannien und den USA strengere Sicherheitsbestimmungen.

Umsatzplus für Billigflieger?
Bei Billigfliegern wie Germanwings oder HLX muss man für die Getränke zahlen. Seine eigene Wasserflasche mitbringen - das geht ab November nicht mehr. Ein Germanwings-Sprecher bestätigte der Netzeitung, dass man auf Großbritannien-Flügen bereits mehr Getränke verkaufe, weil dort keine Flüssigkeiten mit an Bord genommen werden dürfen.

Für das Web ediert von Benjamin Hammer