Angriffslustige Affen ärgern Touristen
14.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Anspringen, beißen, Lebensmittel stehlen - dies gehört neuerdings zu den Verhaltensweisen zahlreicher chinesischer Affen. Touristen bewaffnen sich deshalb mit Stöcken und Steinen.
Hungrige Affen haben in den vergangenen Wochen in einem Gebirge in Zentralchina zahlreiche Touristen angegriffen, sie gebissen und ihnen Lebensmittel geraubt. Betroffen waren nach Angaben von Augenzeugen auch deutsche Reisende. Im Gebiet des Berges Emei Shan, der einer der vier heiligen buddhistischen Berge in China ist, leben mehr als 1000 Affen in freier Wildbahn.
Tier reißt Frau Lebensmittel aus der HandSo berichtete eine 23-jährige Studentin aus Köln, sie sei auf der Terrasse eines buddhistischen Klosters von Affen angesprungen worden. Ein Tier riss der Frau einen Beutel mit Lebensmitteln aus der Hand und verschlang die mitgebrachten Birnen, Pflaumen und Kekse. Ein anderer Affe schnappte sich eine Packung Vanillemilch, riss sie mit den Zähnen auf und kippte sie sich über den Kopf.
Reisende seien selbst schuldManche Touristen bewaffnen sich mit Steinen und Stöcken, um sich gegen die Tiere zur Wehr zu setzen. Die Reisenden seien jedoch selbst Schuld an dem Problem, erklärte Zhou Shurong, die in der «Ecological Monkey Area» arbeitet: «Die Touristen machen den Fehler, dass sie den Affen Nahrung anbieten oder offen mit sich tragen.» In den vergangenen Jahren hätten sich die Tiere darauf eingestellt und seien angriffslustiger geworden. (nz)