25.01.2006
Herausgeber: netzeitung.de
ICE 3 der Deutschen Bahn
Foto: Deutsche Bahn
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mehr Fahrgäste als 2004 sind im vergangenen Jahr mit der Deutschen Bahn verreist. Das Unternehmen plant nun weitere Angebote im Fernverkehr.
Die ICE und Intercity der Deutschen Bahn waren im vergangenen Jahr besser ausgelastet als 2004. Mit neuen Aktionen wolle das Unternehmen den Billigfliegern weiter Konkurrenz machen, sagte Personenverkehrs-Vorstand Karl-Friedrich Rausch der Nachrichtenagentur dpa.
Die Sitzauslastung der Fernzüge erhöhte sich 2005 demnach um 1,5 Punkte auf etwa 43 Prozent. Grund sind laut Rausch die hohen Benzinpreise für Autofahrer, aber auch Sonderangebote vor allem für schwächer gebuchte Züge.
Bei einem neuen «Winter-Spezial» sind vom 1. Februar an 1,2 Millionen Tickets ab 29 Euro zu haben. Das Angebot für eine einfache ICE-Fahrt in Deutschland kostet je nach Verfügbarkeit am Automaten und im Internet 29, 39 oder 49 Euro, wie der Konzern bekannt gab.
Erstmals sind auch Tickets für grenzüberschreitende Fahrten nach Österreich und in die Schweiz von 49 Euro an erhältlich. Am Schalter und im Reisebüro kosten die Fahrscheine, die an einen festen Zug gebunden sind, je fünf Euro mehr. Die Fahrt kann vom 4. Februar bis 5. März angetreten werden.
2,5 Millionen Billigtickets verkauft«Die Sonderangebote haben sich bewährt», sagte der Chef des Personenverkehrs. Im vergangenen Jahr verkaufte die Bahn bei drei Aktionen insgesamt 2,5 Millionen Billigtickets, um leer bleibende Plätze zu füllen. Dabei wären laut Befragungen 40 Prozent der Kunden, die das Angebot nutzten, sonst gar nicht Zug gefahren.
Auf der ausgebauten ICE-Trasse zwischen Hamburg und Berlin sei die Auslastung im vergangenen Jahr von 46 auf mehr als 50 Prozent gestiegen, obwohl das Sitzplatzangebot auch um 42 Prozent erweitert wurde, sagte Rausch. Wenn das «Winter-Spezial» gut angenommen werde, könnten in diesem Jahr weitere Aktionen folgen.
Hohe Erwartungen an Berliner HauptbahnhofMit dem Start des neuen Berliner Bahnknotens mit dem Hauptbahnhof, der Neubautrasse Nürnberg- Ingolstadt und der Fußball-Weltmeisterschaft steht nach Einschätzung von Rausch der Fernverkehr 2006 vor großen Chancen. Andererseits seien die Energiekosten ständig zu beobachten. Inwiefern sich dies auf die Fahrpreise auswirke, sei aber offen. Planungen und Entscheidungen gebe es nicht. (nz)