netzeitung.deReiseanbieter ändern Routen im Jemen

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Schlange mit Touristen-Jeeps auf der Straße nach Marib (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schlange mit Touristen-Jeeps auf der Straße nach Marib
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Um Touristen im Jemen vor Entführungen zu schützen, haben mehrere Reiseanbieter ihre Programme eingeschränkt. Betroffene Urlauber können auch kostenlos umbuchen.

Nach den jüngsten Entführungen von Touristen im Jemen haben deutsche Reiseveranstalter ihre Programme umgestellt. Studiosus teilte mit, dass keine Touren mehr durch den zentralen Jemen angeboten würden.

Vor weiteren Entscheidungen solle allerdings die Entwicklung abgewartet werden, sagte ein Sprecher am Montag in München. Auch Reiseanbieter Dr. Tigges Gebeco will zwar vorerst keine Touren durch das arabische Land streichen, schließt aber die Änderung von Routen nicht aus.

Bei Studiosus stehen erst im Februar wieder Reisen in das arabische Land auf dem Programm. «Wir warten erst einmal auf weitere Empfehlungen aus dem Auswärtigen Amt und werden dann eine Entscheidung treffen, ob die kommenden Jemen-Reisen abgesagt werden», so der Sprecher.

Jemen ist ein «Nischenmarkt»
Schon jetzt könnten betroffene Urlauber jedoch ihre Reise kostenlos umbuchen. «Die Touristen, die in solche Länder reisen, haben eine andere Sensibilität und stellen sich auf ein Restrisiko ein», hieß es. Insgesamt seien von solchen Reisen bei Studiosus nur einige hundert Touristen betroffen: «Dies ist ein Nischenmarkt.»

Gebeco bietet seine nächste Jemen-Reise am 28. Januar an. «Natürlich haben die Entführungen für uns Folgen. Wir prüfen, ob wir die Routen ändern, um die Sicherheit zu optimieren», sagte ein Sprecher des TUI-Tochterunternehmens in Kiel. Stetig liefen Gespräche zu den Sicherheitsmaßnahmen.

Im vergangenen Jahr organisierte das Unternehmen 23 Reisen in den Jemen mit insgesamt knapp 500 Touristen. (nz)