15. Dez 2005 11:17
In schwierigem Gelände wurde die Besteigung eines Himalaja-Berges abgebrochen. Zuvor hatte die Expedition eine grausige Entdeckung gemacht.
Auf dem Weg zum 6063 Meter hohen Gipfel fanden die Teilnehmer der Expedition die Überreste eines unbekannten Bergsteigers. Dem Zustand der Leiche nach musste der Bergsteiger dort schon seit einigen Jahren liegen. Eine Bergung der sterblichen Überreste war aufgrund des schwierigen Geländes nicht möglich. Die Teilnehmer nahmen die genauen Positionsdaten auf und teilten sie später in Kathmandu den zuständigen Behörden mit.Am 2. Dezember war die Gruppe zum nächsten Camp hinter Dzonghla lag aufgebrochen. Dort angelangt musste einer der Teilnehmer wegen Höhenkrankheit zurückkehren. Die beiden anderen setzten am nächsten Tag ihren Weg über den Cho La Pass zum Mount Abi Base Camp fort. Nach zweitägiger Vorbereitungszeit im Basislager brach die Gruppe am 5. Dezember ins Hochlager in 5350 Metern Höhe, um am nächsten Tag die Besteigung des Gipfels in Angriff zu nehmen.
Die Bergsteiger gelangten über einen Gletscher bis auf etwa 100 Meter an den Gipfel des Mount Abi. Steiler, brüchiger Fels zwang sie allerdings zur Umkehr. Da sich die Wetterbedingungen durch den nahenden Wintereinbruch im Everest-Gebiet zu verschlechtern drohten und die Nahrungs- und Brennstoffvorräte knapp wurden, beschloss die Gruppe, unter diesen ungünstigen Bedingungen die Besteigung abzubrechen.