Bahn schafft Rabatt für Bahncard-Mitfahrer ab
08.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Außer an den Preisen hat die Bahn auch an der Geschwindigkeit ihrer Züge gebastelt. Ein neuer Sprinterzug soll die Fahrzeit zwischen Köln und Stuttgart künftig unter zwei Stunden halten. Der Reisende spart zwar eine Viertelstunde, berappt aber knapp 20 Euro mehr als bisher. Zudem soll eine Verknüpfung zweier Intercity-Linien künftig Zugfahrten zwischen Stuttgart, Nürnberg und Dresden kurzweiliger gestalten.
Fahrgastvertreter sind der Meinung, die Bahn setze mit den neuen Preisen falsche Signale. «Die Bahn hätte die Chance gehabt, wegen der hohen Benzinpreise mehr Kunden vom Auto anzulocken und ihre Umsätze zu steigern», sagt der Vorsitzende des Verbands Pro Bahn, Karl-Peter Naumann in einem Interview mit der dpa.
«Die Erhöhung ist nicht nachvollziehbar», meint auch Heidi Tischmann, Bahnexpertin beim Verkehrsclub Deutschland (VCD). Zwar seien die Kosten für Strom und Diesel gestiegen. Die Regionalzüge machten aber höhere Gewinne, und der Fernverkehr sei wirtschaftlich wieder auf Kurs. Um Kunden bei der Stange zu halten, sollten zumindest 2006 die Preise stabil bleiben.
Doch all die Umstellungen sind nicht von langer Dauer. Schon zum Beginn der Fußball-WM Ende Mai 2006 soll die nächste Fahrplanänderung in Kraft treten. Schließlich müssen dann der neue Berliner Hauptbahnhof samt Nord-Süd-Tunnel und die Neubaustrecke Nürnberg-Ingolstadt in das Bahnnetz integriert werden.(nz)

