netzeitung.deBusse und Bahnen in Frankreich stehen still

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Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben in Frankreich ihre Arbeit niedergelegt. Trotz Behinderungen stehen die Franzosen hinter den Aktionen.

Mit starken Behinderungen im Berufsverkehr hat am Dienstagmorgen in Frankreich ein landesweiter Streiktag begonnen. In vielen Städten des Landes blieben vor allem die Busse in den Depots. Schwere Verkehrstörungen wurden am Morgen unter anderem aus Lyon, Marseille und Toulouse gemeldet. In Lyon standen auch die U-Bahnen still, während es in Paris nach Angaben der Verkehrsbetriebe nur einige Metro-Linien gestört waren.

Es wurde erwartet, dass auch Mitarbeiter der Post und Lehrer in großer Zahl dem Streikaufruf der Gewerkschaften folgten. Auch die Opposition aus Sozialisten, Kommunisten und Grünen unterstützen den landesweiten Aktionstag gegen die konservative Regierung. Zum Protest gegen die Arbeits- und Sozialpolitik der Regierung von Premierminister Dominique de Villepin hatten die Gewerkschaften aufgerufen.

Mit dem landesweiten Ausstand wollen die französischen Gewerkschaften für die Verteidigung von Beschäftigung, Kaufkraft und Öffentlichen Dienst demonstrieren. Trotz aller Schwierigkeiten im Alltag stehen 72 Prozent der Franzosen hinter dem Protest, wie eine Umfrage für die Zeitung «Les Echos» ergab. 62 Prozent erklärten danach, die Regierung Villepin betreibe eine schlechte Wirtschaftspolitik.

Bereits am Montagabend hatten die Eisenbahner der nationalen Gesellschaft SNCF mit Aktionen und Arbeitsniederlegungen begonnen. Wegen des Streiks hat auch Lufthansa vier Flüge von Deutschland nach Paris gestrichen. (nz)