Onur Air: Reisebranche befürchtet Verluste
«Wenn sich die betreffenden Parteien nicht einigen, kann es für die Reiseveranstalter zu Verlusten im siebenstelligen Bereich kommen», sagte DRV-Präsident Klaus Laepple am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Onur Air müsse sich auf Ersatzforderungen einstellen, sollten bestehende Verträge mit deutschen Reiseanbietern nicht erfüllt werden.
Derzeit würden viele Reiseveranstalter abwarten, ob Onur den Flugbetrieb wieder aufnehmen kann, so der DRV-Präsident. Ein großes deutsches Reiseunternehmen habe aber bereits für die gesamte Sommersaison auf eine andere Fluglinie umgebucht.
Über das von den Niederlanden verhängte Einflugverbot für Onur Air beraten seit dem heutigen Montag Vertreter der niederländischen Flugaufsicht und der Airline. Deutschland sei an den Gesprächen in der Nähe des Amsterdamer Flughafens Schiphol nicht beteiligt, sagte ein Regierungssprecher in Den Haag.
Die Niederlande werfen Onur Air gravierende Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen vor. Am 12. Mai wurde ein einmonatiges Start- und Landeverbot verhängt. Auch Deutschland, Frankreich und Schweiz erließen Verbote. (nz)

