28. Dez 2004 09:31, ergänzt 12:30
Mindestens zehn oder elf deutsche Urlauber sind in Thailand von der Flutwelle getötet worden. Die Tui vermisst noch 80 weitere deutsche Reisende. Mehr als 700 ausländische Urlauber kamen im Süden Thailands ums Leben.
An der Küste zwischen Takua Pa und Khao Lak im Süden Thailands sind mehr als 700 ausländische Touristen von der Flutwelle getötet worden. Das teilte Vize-Innenminister Sutham Saengprathum mit. Laut Angaben der deutschen Botschaft in Thailand sind unter den Toten mindestens zehn oder elf Deutschen. Sie starben in Phuket oder Khao Lak. Ein Sprecher der Botschft sagte der Nachrichtenagentur AP, das hätten die thailändischen Behörden mitgeteilt. Ein Team der deutschen Botschaft sei in Khao Lak, es bestehe aber derzeit kein Kontakt.
Der Reiseveranstalter Tui vermisst noch 80 deutsche Urlauber, die ebenfalls in Khao Lak untergebracht waren. Zu ihnen gebe es nach wie vor keinen Kontakt. Das Auswärtige Amt prüft diese Angabe und Gerüchte, dass möglicherweise noch viel mehr deutsche Touristen in Khao Lak umkamen. Der schwedische Reiseveranstalter Fritidsresor teilte mit, es würden noch 600 Schweden in Khao Lak vermisst.
Bei der Katastrophe wurden Familien getrennt. Eltern suchen ihre Kinder, die sie seit der Flutwelle nicht wieder gefunden haben. Ein Korrespondent der AP berichtet aus dem Krankenhaus von Phuket, dass dort ausländische Kinder untergebracht seien, die die Flutwelle überlebten, von deren Eltern aber jede Spur fehle.Unter den Trümmern von Hotelanlagen liegen immer noch Leichen, die bislang nicht geborgen werden konnten.
In einem buddhistischen Tempel in der Nähe von Khao Lak sind laut Augenzeugenberichten etwa 200 Tote aufgebahrt. Die meisten von ihnen sind Ausländer (nz)