«Es sieht aus wie nach einem Wirbelsturm»
26.12.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Laut dem Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) wurde mindestens ein deutscher Urlauber auf Phuket verletzt. Genaue Einzelheiten kenne man aber nicht, sagte ein DRV-Sprecher der Nachrichtenagentur AP.
Laut einem japanischen Pressebericht kenterte ein Ausflugsboot in der Region Krabi. An Bord sollen sich rund hundert Passagiere befinden. Wie viele Touristen getötet oder verletzt wurden, ist bislang unklar. In ersten Berichten hieß es, vier Urlauber seien auf Phuket ins Meer gerissen worden.
Von dem Seebeben sind vor allem der Süden Indiens und Sri Lanka betroffen, wo nach bisherigen Erkenntnissen etwa 6000 Menschen starben. Das Epizentrum lag auf der indonesischen Insel Sumatra. Zu spüren waren die Erdstöße auch in Malaysia - unter anderem auf der Touristeninsel Penang - sowie in Singapur.
Inzwischen sei das Wasser in Male zurückgegangen, es werde aber eine Rückwelle befürchtet, sagte ein Augenzeuge der dpa. Die Einwohner der Stadt bauten Wälle aus Sandsäcken.
Er sei mit seinem Flugzeug zum Tanken in Male gelandet und dort von der Flut überrascht worden, sagte der österreichische Pilot Dieter Malina . «Ich konnte mich auf das Dach meines Flugzeugs retten.» Urlauber hätten ihm berichtet, dass teils ganze Hotelanlagen ins Meer gespült worden, so Malina. Viele Atolle seien völlig zerstört worden.
Für Angehörige von Urlaubern, die sich in den betroffenen Regionen aufhalten, hat das Auswärtige Amt unter der Telefonnummer 030-50001000 eine Informations-Hotline eingerichtet. (nz)

