15.12.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Andie McDowell mit den Lugners auf dem Opernball 2004
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nur noch in bestimmten Raucherecken dürfen sich Gäste des Wiener Opernballs künftig eine Zigarette anzünden.
Beim Wiener Opernball wird nicht nur viel getanzt, sondern auch viel geraucht. Staatsopern-Intendant Ioan Holender findet es aber unerträglich, dass Vorhänge, Polster und Tapeten noch Wochen nach dem Ereignis nach Qualm stinken.
Bereits bei dem nächsten Ball am 3. Februar 2005 werde ein striktes Rauchverbot herrschen, kündigte Holender am Mittwoch an. Zigaretten, Zigarren und Pfeifen dürfen dann nur noch in genau festgelegten Zonen angezündet werden.
Der Wiener Bauunternehmer Richard Lugner, der bei dem Ball Dauergast ist, reagierte empört. Von Ballbesuchern, die viel Geld für Logen bezahlt hätten, könne nicht verlangt werden, «dass sie sich in Raucherecken zusammendrängen.»
Am vergangenen Freitag hatte das österreichische Parlament bereits ein generelles Rauchverbot für alle öffentlichen Räume beschlossen. (nz)