17. Sep 2004 11:35
Mit seltsamen Dresscodes befremdet Madonnas Besuchsgruppe die Israelis. Auch sonst stößt die Kabbalah-Touristin im Heiligen Land auf wenig Gegenliebe.
Mehrere Tage lang nimmt Popstar Madonna in Israel an einer Kabbalah-Konferenz teil. Die Berichterstattung über das Event mit rund 2000 Teilnehmern unterliegt dabei strengen Regeln.Journalisten, die die Gespräche der Mystik-Anhänger in einem Tel Aviver Hotel belauschen wollen, müssen sich ganz in Weiß kleiden und dürfen nicht mitschreiben, so Madonnas PR-Agentur in Absprache mit den Veranstaltern. Jüdische Fotografen sind darüber hinaus nicht zugelassen, zitiert die «Jerusalem Post» aus den Anweisungen.
Erste Bilder der Pilgerin zeigten Madonna für ihre Verhältnisse zurückhaltend gekleidet und mit einer karierten Mütze auf dem Kopf. Die 46-Jährige wird bei ihrer Reise von ihrem Ehemann Guy Ritchie, aber nicht von den Kindern Lourdes und Rocco begleitet, wie die Zeitung «Haaretz» berichtet.Ihr geplanter Besuch am Rachelsgrab sorgt in Israel weiterhin für Aufregung. Eine linksradikale Frauengruppe will sich vor der heiligen Stätte in Bethlehem aufstellen und mit Plakaten gegen den Besuch in «besetztem Gebiet» demonstrieren.
Gläubige Juden hingegen bemängeln angeblich, dass es Nicht-Juden zum jüdischen Neujahrsfest nicht gestattet sei, das Grab zu besuchen. Die Sängerin ist Katholikin, begeistert sich aber seit einiger Zeit für die jüdisch inspirierte Mystik-Lehre Kabbalah, so wie derzeit viele Prominente. An der Konferenz etwa werden auch die Designerinnen Donna Karan und Stella McCartney teilnehmen. (nz)