Als die Polizisten drei Tage später zurückkehrten, waren alle Leitungen gekappt. Unbekannte hatten auf dem Boden einen Zettel hinterlassen. «Versucht nicht, uns zu finden», stand darauf.Wer die Kinobetreiber im Untergrund sind, ist der Polizei weiterhin ein Rätsel. An die Decke seien Hakenkreuze, keltiche Kreuze und mehrere Davidsterne gemalt worden, so ein Sprecher. «Ich glaube nicht, dass es Extremisten sind. Eher eine Sekte oder Geheimgesellschaft.»
Offiziell zu besichtigen ist nur noch ein kleiner Teil des Pariser Untergrunds, der in der Antike als Steinbruch genutzt wurde. Später wurden dort bis zu sechs Millionen Menschen bestattet, als die Friedhöfe im 17. Jahrhundert zu eng wurden. Seit 1995 ist der Zutritt zu dem übrigen Tunnelsystem aus Sicherheitsgründen verboten. Underground-Freaks finden allerdings immer geheime Zugänge, um Partys zu organisieren.