Null Toleranz für Graffiti in New York
22.04.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Die Behörden sehen das aber anders. Da Graffitimalerei in New York seit den 70er Jahren als Vandalismus gilt, könnte De La Vega nun bis zu einem Jahr ins Gefängnis kommen, wie die US-Onlinezeitung «Salon.com» berichtet.
Das Gesetz stellt Graffiti an öffentlichen und privaten Gebäuden nur dann außer Strafe, wenn eine ausdrückliche Genehmigung des Eigentümers vorliegt. Es gebe allerdings viele andere Personen, die das anders sähen und bereit seien, zu Gunsten von De La Vega auszusagen, betont sein Anwalt.
Der zuständige Bezirksbürgermeister Robert Johnson hatte dagegen kürzlich der «New York Times» gesagt, er finde es widerwärtig, wenn Mauern als Leinwände missbraucht würden.
Für De La Vega ist die Sache jedenfalls klar: «Ich habe die Wände nicht als Privateigentum betrachtet», zitiert ihn die Zeitung. Er habe in der Bronx ein Kunstwerk schaffen wollen, das vorbeifahrende Autofahrer zum Lächeln gebracht hätte. (nz)

