Spaß mit kuriosen Übersetzungen: 

netzeitung.deEine was für herrliche Mischung!

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Wer würde nicht gern mal nach Indonesien?! (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wer würde nicht gern mal nach Indonesien?!
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Eigentlich wollte Harald Jähner nur eine Reise nach Asien planen. Doch das Übersetzungsprogramm des Anbieters brachte ganz andere Freuden.

Das Gelingen einer weiten Reise hängt von der guten Vorbereitung ab. Jeder weiß, dass das Internet da inzwischen so gut wie unverzichtbar ist. Bei Asiarooms.com findet man Informationen aus erster Hand, und das auch noch auf eine Art Deutsch. Wer nach Bombay will, neuerlich Mumbai, erfährt bei Asiarooms, dass die Stadt für ihre «geografische Verteilung einzigartig» sei. Was das ist, klärt sich beim Weiterlesen: «Bei einer Seite der Seite das ist das Strömen Meer und einerseits gibt es gutsy Berge. Die Ansicht hält so aus, daß sie die maximale Menge der Touristen als jeder möglicher Platz in Indien zeichnet.»
Ein bisschen seekrank
Zugegeben, es wird einem beim Lesen ein bisschen seekrank bei so viel das Strömen Meer durch Untiefen Sprache von einem fremden Land in die Wachheit ganze Ohr. Dank gutsy Computer. Ein maschinelles Übersetzungsprogramm hat ganze Arbeit geleistet, gutsy Arbeit. Ein Deutsch ist entstanden von einer eigenen, so noch nie gehörten Qualität.

Sicher, im Grunde ist das nicht neu, Witze über die komischen Kreationen von Übersetzungsprogrammen gibt es viele, aber asiarooms.com, immerhin ein Unternehmen der TUI, übertrifft alles bisher Gelesene. Missverständnisse, Zufälle, Wissenslücken und selbstständiges Herumraten des Rechners haben eine Sprache geschaffen, die auf ihre Weise poetische Qualität hat. Um diese zu erspüren, muss man die Texte auf der Zunge zergehen lassen, man sollte sie laut und deutlich vortragen. Dann erklingt sie, die Odyssee 2008, Irrfahrt im Internet:

«Die Fähren werden von Versova verschalt. Der Fährbetrieb, der von Versova läuft, ist mit dem Zeitplan sehr regelmäßig und die Frequenz ist auch gut. Die Fährereise gibt Mann eine frohe Fahrt im Allgemeinen durch das Meer. Anziehungen der placeMadh Insel, Mumbai wird von der Koli Gemeinschaft besetzt, die im Allgemeinen die Fischer sind. Dieser Platz ist als Picknickpunkt hauptsächlich populär und wird von den lokalen Bewohnern ziemlich häufig geschart.»

Erhabene Schönheit
Äußerste Unbeholfenheit schlägt hier in erhabene Schönheit um. Erhaben jedenfalls über jenen inneren Unwillen, der normalerweise unwillkürlich einsetzt, wenn jemand mir und mich verwechselt. Hier aber, wo der Fehler zur Norm geworden ist, wird das Ohr frei von Kleinlichkeit und die Sinne offen für das globusweite Stoppelfeld, das zwischen dem Gesagten und dem Gemeinten liegt. Diese Grammatik der Ferne scheut den Missklang nicht und nicht das Missverständnis.

«Diese Reisen werden mit Spaß und Aufregung gefüllt», versichert Asiarooms.com: «Zum Beispiel kannst du zu Bagru gehen. Gefunden fast 30 Kilometer von Jaipur, bekannt diese Stadt für seine Handwerke. Du kannst einen Besuch auch zahlen Abhaneri. Hier kannst du erhalten, die Schrittbrunnen zu sehen, die von den Einheimischen für das Regenwasserernten erfunden wurden.»

Breton hätte sich gefreut
Das Regenwasserernten! Die Surrealisten haben von einer «automatischen Schreibweise» geträumt, jenseits von überkommenen Schönheits- und Realitätsvorstellungen. Die Sprache selbst sollte Autor werden, um Texte aus der inneren Fremde hervorzulocken. André Breton, Wortführer der Surrealisten, hätte seine Freude an dieser Dichtung gehabt, die nur der Computer für eine Übersetzung halten kann: «Du bist sicher, große Zeit zu haben diese Plätze besichtigend. Diese Plätze mit ihrem Erbe und Schönheit hypnotisieren dich sicher.»

Die digitale Übertragung macht aus Asien eine große, verkehrte Welt. «Dunkel wars, der Mond schien helle» ist nichts dagegen: «So ist es zutreffende Tatsache, daß Indonesien noch die Reisenden liefert, um die reinen Länder zu erforschen und die Geheimnisse der Natur zu enthüllen, die in den Spuren der Inseln versteckt werden. Das Land bietet nicht angepaßte natürliche Schönheit an, die klar und selten ist. Die bunte Kultur des Platzes verläßt jeden Verstand durchdacht.»

Hier nun meine Lieblingspassage: «Macau ein fabelhafter Spielraumbestimmungsort in der Welt in der Osttreffen der Westen ist. Macau Spielraumführer ist eine Zubereitung der Staatsverwaltung, der Geschichte und der Gesellschaft von zwei gefeiert Kulturen. Macau Spielraum stellt unsere Reise durch das Land des Drachen einmal ernährt sicher durch die portugiesischen Kolonialmeister. Das terra firma ist chinesisch. Sogar der Vox populi ist äußerst chinesisch. Aber die Kultur wird im Ethnicity von getrunken Portugal. Eine was für herrliche Mischung?»

Mit freundlicher Genehmigung übernommen aus der «Berliner Zeitung». Harald Jähner leitet das Feuilletonressort.