netzeitung.dePresseschau: Pauli zeigt Dummheit erster Klasse

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Gabriele Pauli (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gabriele Pauli
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Deutsche Leitartikler halten Gabriele Pauli für völlig «gaga». Ihr Vorschlag, die Ehe auf sieben Jahre zu befristeten, sei abwegig und minimiere ihre Chancen, den CSU-Vorsitz zu übernehmen. .zwischentitel { font: bold 11px verdana, arial, helvetica, sans-serif; display: block; padding: 1px 3px 1px 3px; } «Abendzeitung»: Gaga Gabriele Pauli war die Hoffnungsträgerin der CSU-Basis, die als einzige den Mut hatte, das auszusprechen, was die meisten dachten. Aber mit ihrem Vorstoß, die Ehe auf sieben Jahre zu begrenzen, hat sie sich nun endgültig aus dem Rennen um den CSU-Vorsitz katapultiert - und denen Futter serviert, die sie eh schon für gaga halten. Dabei gäbe es am gesetzlich verankerten Ehebild, das noch aus den 50er Jahren stammt, wirklich viel zu ändern. Zum Beispiel das Ehegattensplitting, das Frauen schon in mittleren Gehaltsklassen zwingt, daheim zu bleiben, weil sich Arbeit für sie nicht lohnt. Mit ihrer Teilzeit-Ehe aber hat Pauli jede seriöse Diskussion darüber verhindert. Schade. «Eßlinger Zeitung»: Absurdes Schauspiel Der scheidende bayerische Regent Edmund Stoiber muss wahrlich noch leiden wie ein Hund, bis er sich endlich ins Brüsseler EU-Exil auf den Posten des ehrenamtlichen Bürokratiebremsers fortretten kann: Immerhin geht es daheim in seinem Freistaat wieder einmal drunter und drüber. Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli ja, die CSU-Politikerin, die sich den Sturz des einstigen blonden Fallbeils auf ihr Konto schreiben darf und nun so öffentlichkeitswirksam wie erfolglos selber an die Parteispitze drängt sorgt abermals für die Fortsetzung eines absurden Schauspiels. Ihre Forderung, die geheiligte und von Unions- Familienpolitikern wie eine Monstranz hochgehaltene Ehe auf schnöde sieben Jahre zu limitieren legt mehr als die Axt an die Wurzeln der christsozialen Partei. «Südkurier»: Wahlchancen nahe Null Des gestrigen Auftritts hätte es wohl kaum bedurft, um die Chancen von Gabriele Pauli auf den CSU-Vorsitz nahe Null zu bringen. Seit ihren mutigen Rückzugsforderungen an Edmund Stoiber war von der schönen Rebellin aus Fürth kaum mehr Ernsthaftes zu berichten. Nach der albernen Latex-Fotostrecke sind die fetten Schlagzeilen zum offenkundigen Bedauern der 50-Jährigen rar geworden. Jetzt hat sie nachgeholfen mit Provokation pur. Dabei stehen die bierernsten Kommentare der verkniffenen CSU-Vorstandsriege dem Vorstoß für eine Befristung der Ehe nicht an Lächerlichkeit nach. Gabriele Pauli hätte durchaus mit ernsthaften Vorstößen zu einem vereinfachten Scheidungsrecht oder der Abschaffung des Ehegatten-Splittings inhaltlich punkten können aber da wäre es dann wieder, das Problem der zu kleinen Schlagzeilen. «Westfälische Nachrichten»: Abwegiger Gedankengang Die Tatsache, dass in diesen Zeiten so viele Ehen scheitern und geschieden werden wie nie zuvor, rechtfertigt nie und nimmer die Einführung eines Verfallsdatums mit Umtauschrecht. Nichts anderes aber bedeutet der abwegige Gedankengang der Frau Pauli, die an die Spitze der christlich-sozialen Union drängt. Eine armselige Geisteshaltung, die den wahren Wert der Ehe, dieser auf Dauer angelegten intimen Zweierbeziehung, dieser Keimzelle jeder menschlichen Gemeinschaft, reduziert auf eine bloße Schnupperveranstaltung zur Vermeidung von Anwaltskosten. Frau Pauli hat sich endgültig aus dem Kreis ernst zu nehmender Politiker verabschiedet. Die CSU sollte sie vor die Tür setzen. «Rhein-Zeitung»: Dummheit erster Klasse Die Forderung, die Ehe quasi als Widerspruchslösung nach (verflixten?) sieben Jahren auslaufen lassen zu können, kommt nicht nur im erzkatholischen Bayern einer politischen Dummheit erster Klasse gleich. Das Eingehen einer potenziell lebenslangen Bindung in gegenseitiger Verpflichtung ist, allen Scheidungsstatistiken zum Trotz, für viele Menschen ein zentrales Lebensbedürfnis, auf dem unsere Kultur und unser Staatswesen wurzelt. Für einen kurzen Moment hatte Gabriele Pauli das Zeug zu einer politischen Hoffnungsträgerin gehabt jetzt wird ihr Unterhaltungswert wohl kaum bis in die nächste Fastnachtssession hinüberreichen. Und Edmund Stoiber kann sich noch einmal im Nachgang ärgern, wegen eines solchen politischen Fliegengewichts aus dem Tritt gekommen zu sein. «Neue Presse»: Absurde Pläne Das Familien- und Ehebild der CSU muss modernisiert werden, meint die geschiedene Mutter. Und grundsätzlich hat sie ja sogar recht versteigt sich dann aber in absurde Pläne wie die Ehe auf Zeit (mit Nachschulung?) und skurriler Kirchenkritik. Alles Ideen, von denen Pauli gerade weil sie die CSU kennt, wissen muss, dass sie nicht mehrheitsfähig sind. So wenig mehrheitsfähig, wie sie selbst als Parteivorsitzende. Aber bei ihrer Kandidatur um die Stoiber-Nachfolge geht es am wenigsten um reale Chancen. Pauli will von ihrem Ruhm als Stoiber-Rebellin nur so lange zehren wie möglich. (nz/dpa)

«Abendzeitung»: Gaga
Gabriele Pauli war die Hoffnungsträgerin der CSU-Basis, die als einzige den Mut hatte, das auszusprechen, was die meisten dachten. Aber mit ihrem Vorstoß, die Ehe auf sieben Jahre zu begrenzen, hat sie sich nun endgültig aus dem Rennen um den CSU-Vorsitz katapultiert - und denen Futter serviert, die sie eh schon für gaga halten. Dabei gäbe es am gesetzlich verankerten Ehebild, das noch aus den 50er Jahren stammt, wirklich viel zu ändern. Zum Beispiel das Ehegattensplitting, das Frauen schon in mittleren Gehaltsklassen zwingt, daheim zu bleiben, weil sich Arbeit für sie nicht lohnt. Mit ihrer Teilzeit-Ehe aber hat Pauli jede seriöse Diskussion darüber verhindert. Schade.
«Eßlinger Zeitung»: Absurdes Schauspiel
Der scheidende bayerische Regent Edmund Stoiber muss wahrlich noch leiden wie ein Hund, bis er sich endlich ins Brüsseler EU-Exil auf den Posten des ehrenamtlichen Bürokratiebremsers fortretten kann: Immerhin geht es daheim in seinem Freistaat wieder einmal drunter und drüber. Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli ja, die CSU-Politikerin, die sich den Sturz des einstigen blonden Fallbeils auf ihr Konto schreiben darf und nun so öffentlichkeitswirksam wie erfolglos selber an die Parteispitze drängt sorgt abermals für die Fortsetzung eines absurden Schauspiels. Ihre Forderung, die geheiligte und von Unions- Familienpolitikern wie eine Monstranz hochgehaltene Ehe auf schnöde sieben Jahre zu limitieren legt mehr als die Axt an die Wurzeln der christsozialen Partei.
«Südkurier»: Wahlchancen nahe Null
Des gestrigen Auftritts hätte es wohl kaum bedurft, um die Chancen von Gabriele Pauli auf den CSU-Vorsitz nahe Null zu bringen. Seit ihren mutigen Rückzugsforderungen an Edmund Stoiber war von der schönen Rebellin aus Fürth kaum mehr Ernsthaftes zu berichten. Nach der albernen Latex-Fotostrecke sind die fetten Schlagzeilen zum offenkundigen Bedauern der 50-Jährigen rar geworden. Jetzt hat sie nachgeholfen mit Provokation pur. Dabei stehen die bierernsten Kommentare der verkniffenen CSU-Vorstandsriege dem Vorstoß für eine Befristung der Ehe nicht an Lächerlichkeit nach. Gabriele Pauli hätte durchaus mit ernsthaften Vorstößen zu einem vereinfachten Scheidungsrecht oder der Abschaffung des Ehegatten-Splittings inhaltlich punkten können aber da wäre es dann wieder, das Problem der zu kleinen Schlagzeilen.
«Westfälische Nachrichten»: Abwegiger Gedankengang
Die Tatsache, dass in diesen Zeiten so viele Ehen scheitern und geschieden werden wie nie zuvor, rechtfertigt nie und nimmer die Einführung eines Verfallsdatums mit Umtauschrecht. Nichts anderes aber bedeutet der abwegige Gedankengang der Frau Pauli, die an die Spitze der christlich-sozialen Union drängt. Eine armselige Geisteshaltung, die den wahren Wert der Ehe, dieser auf Dauer angelegten intimen Zweierbeziehung, dieser Keimzelle jeder menschlichen Gemeinschaft, reduziert auf eine bloße Schnupperveranstaltung zur Vermeidung von Anwaltskosten. Frau Pauli hat sich endgültig aus dem Kreis ernst zu nehmender Politiker verabschiedet. Die CSU sollte sie vor die Tür setzen.
«Rhein-Zeitung»: Dummheit erster Klasse
Die Forderung, die Ehe quasi als Widerspruchslösung nach (verflixten?) sieben Jahren auslaufen lassen zu können, kommt nicht nur im erzkatholischen Bayern einer politischen Dummheit erster Klasse gleich. Das Eingehen einer potenziell lebenslangen Bindung in gegenseitiger Verpflichtung ist, allen Scheidungsstatistiken zum Trotz, für viele Menschen ein zentrales Lebensbedürfnis, auf dem unsere Kultur und unser Staatswesen wurzelt. Für einen kurzen Moment hatte Gabriele Pauli das Zeug zu einer politischen Hoffnungsträgerin gehabt jetzt wird ihr Unterhaltungswert wohl kaum bis in die nächste Fastnachtssession hinüberreichen. Und Edmund Stoiber kann sich noch einmal im Nachgang ärgern, wegen eines solchen politischen Fliegengewichts aus dem Tritt gekommen zu sein.
«Neue Presse»: Absurde Pläne
Das Familien- und Ehebild der CSU muss modernisiert werden, meint die geschiedene Mutter. Und grundsätzlich hat sie ja sogar recht versteigt sich dann aber in absurde Pläne wie die Ehe auf Zeit (mit Nachschulung?) und skurriler Kirchenkritik. Alles Ideen, von denen Pauli gerade weil sie die CSU kennt, wissen muss, dass sie nicht mehrheitsfähig sind. So wenig mehrheitsfähig, wie sie selbst als Parteivorsitzende. Aber bei ihrer Kandidatur um die Stoiber-Nachfolge geht es am wenigsten um reale Chancen. Pauli will von ihrem Ruhm als Stoiber-Rebellin nur so lange zehren wie möglich. (nz/dpa)