28. Apr 2008 16:07
Weil er den Journalisten Friedman bei einem Interview auf verbotene Weise grüßte, ist der Rechtsextremist wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Nicht zum ersten Mal.
Bei der Verhandlung kam es zu einem weiteren Eklat. Mahler, der sich selbst verteidigte, leugnete den Holocaust erneut und beging damit nach Angaben des Staatsanwalts eine weitere Straftat. Später wurde ihm das Rederecht entzogen und er selbst aus dem Saal entfernt. Zuvor hatte er versucht, Friedman zu provozieren, und den Prozess mit zahlreichen Beweisanträgen behindert, die das Gericht sämtlich ablehnte. Seine Äußerungen gegenüber Friedman bestritt er nicht, kündigte aber Rechtsmittel gegen das Urteil an.Friedman hatte vor Gericht den Hergang von Mahlers Äußerungen beschrieben. Er hatte den Rechtsextremisten zusammen mit Journalisten der Zeitschrift «Vanity Fair» interviewt. Mahler wurde bereits mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt. Anfang der 1970er Jahre hatte er zu den ersten Mitgliedern der terroristischen Rote-Armee-Fraktion gehört und war an der Befreiung des Terroristen Andreas Baader sowie an mehreren Banküberfällen beteiligt. Deshalb war er zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Später wandte er sich dem Rechtsextremismus zu und trat 2000 in die NPD ein, verließ die Partei aber später wieder. (AP)