Debatte um Manager-Gehälter:
FDP und CSU geißeln «Neidreflex» der SPD
28.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
«Das wird es mit uns nie geben», sagte CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer der «Berliner Zeitung». Er bezeichnete den SPD-Vorschlag als typischen Neidreflex. Ramsauer sagte, über die Bezahlung von Angestellten befänden immer noch die Eigentümer von Unternehmen. Wenn der Staat anfange, in die Gewinn- und Verlustrechnung von Unternehmen hineinzurechnen und in moralisch gute und schlechte Aufwendungen einzuteilen, höre der Spaß auf. «Das ist eine Rückkehr in das Denken von Staatsunternehmen, da feiert die DDR fröhliche Urständ.» Gleichzeitig appellierte der CSU- Politiker an Unternehmen, bei der Festsetzung von Bezügen Maß zu halten. «Wer diese Exzesse im Topmanagement und im Sport betreibt, der spaltet die Gesellschaft.»
DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel sagte den Dortmunder «Ruhr Nachrichten» vom Montag: «Es ist gut, wenn die SPD Vorschläge macht, wie Vorstandsgehälter wieder in die Balance kommen.» Ein Unternehmen sei nicht dazu da, Manager oder Aktionäre reich zu machen. «In den Aufsichtsräten muss wieder über Dienen und Bescheidenheit und den tatsächlichen Zweck eines Unternehmens gesprochen werden.» (dpa)

