21. Apr 2008 12:38
In der Vergangenheit sollen die Chinesen über fehlende Papiere bei der Einreise hinweg gesehen haben. Die Justizministerin findet es nach einem Gespräch mit ihrem chinesischen Amtskollegen richtig, dass diese Praxis nun geändert wird.
In der Vergangenheit sei über das eine oder andere fehlende Papier auch einmal hinweg gesehen worden, sagte Zypries. Peking bestehe jetzt aus Sicherheitsgründen auf der strikten Einhaltung der Vorschriften. Der Justizminister und der chinesische Botschafter hätten ihr mit Blick auf die Olympischen Spiele gesagt: «Wir wollen uns hinterher nicht irgendwelche Versäumnisse vorwerfen lassen, dass wir nicht hinreichend ordentlich geprüft hätten.» Es gehe offensichtlich nicht um eine Verschärfung der Gesetze, sagte Zypries. «Sondern es geht nur darum, dass man verwaltungsmäßig ordentlich prüft, ob alle Voraussetzungen da sind. Und ich finde, das ist nur legitim.» Der Rechtsstaatsdialog mit China sei weiter auf einem guten Weg, betonte die Ministerin. So hätten die Chinesen nach Gesprächen mit Deutschland festgelegt, dass die Polizei Gespräche zwischen Verteidigern und Beschuldigten nicht überwachen darf.