21. Apr 2008 08:42, ergänzt 09:29
Um die im kommenden Jahr anstehenden politischen Vorhaben umsetzen zu können, müssen alle Bundesministerien kürzer treten. Kanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück haben sich im Grundsatz auf einen Sparkurs geeinigt.
Steinbrück hatte mit der Drohung, vier besonders betroffenen Ressorts notfalls ohne deren Mitwirkung einen Etat zuzuweisen, für Aufsehen gesorgt. Dies betraf Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU), Forschungsministerin Annette Schavan (CDU), Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (beide SPD).Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Norbert Röttgen (CDU), sagte der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung», Steinbrück hätte sich mit seinem Sparappell besser an Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) wenden sollen. «Finanzminister Steinbrück muss die Möglichkeiten ausschöpfen, die in den größten Einzeletats sind.» Er fügte hinzu: «Herr Scholz verfügt über 50 Prozent des Etats, das Wirtschaftsministerium über zwei Prozent. (nz/dpa)