Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie sieht keine Gefahr. «Schwierigkeiten für Pkw-Motoren durch die höhere Beimischung von Biodiesel zu mineralischem Diesel von fünf auf sieben Prozent sind nicht zu erwarten», teilte Jürgen Fischer vom Kraftstoff- Normungsausschuss im Deutschen Institut für Normung (DIN) mit. Das zeigten die vierjährigen Erfahrungen mit dem Biodiesel-Anteil von fünf Prozent und die «erfolgreiche Einführung» der siebenprozentigen Beimischung in Frankreich. Die Schmierfähigkeit des Kraftstoffs werde sogar verbessert. Die neue Norm solle spätestens Mitte Mai vorliegen. Die Zeitung berichtet dagegen, dass die «Bio-Task-Force» des DIN – zu der Fischer gehört – Einwände gegen den neuen Dieselkraftstoff hat. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) liege seit August 2007 ein Bericht vor, in dem es heiße: «Selbst bei Verwendung von B5 (Diesel mit fünf Prozent Bio-Anteil) kann es zu einer grenzwertigen Ölverdünnung kommen, so dass mit B7 (sieben Prozent Bio-Anteil) bereits sicher fahrzeugtechnische Probleme zu erwarten sind. Daher stellt B7 keine geeignete Interimsmaßnahme zur Gewährleistung des Bestandsfahrzeugschutzes dar.»
Das Umweltministerium teilte «Bild am Sonntag» mit: «Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die Einführung einer neuen Diesel- Sorte B7 in Deutschland zu irgendwelchen technischen Schwierigkeiten bei neuen oder alten Kraftfahrzeugen führen wird.» Bei der Normung gehe es nicht um die Frage, ob B7 eingeführt werde. «Offen ist lediglich eine technische Detailfrage bei der Umsetzung.» Über die Verordnung «wird das Bundeskabinett erst dann entscheiden, wenn der zuständige DIN-Ausschuss seine Arbeit abgeschlossen hat». (dpa)