Frage der Verträglichkeit:
TÜV fürchtet bei älteren Autos Biosprit-Schaden
20.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte erst Anfang April die geplante Verdopplung des Bioethanol-Anteils in Benzin auf zehn Prozent gestoppt. Damit wollte er höhere Tankkosten für Millionen Autofahrer wegen Unverträglichkeit des Biosprits vermeiden. Der TÜV befürchtet auch bei Biodiesel Schäden. «Biodiesel kann bestimmte Gummimischungen angreifen», warnte Geier. «Dichtungen quellen auf oder lösen sich, Diesel tritt aus. Nicht zu vernachlässigen ist die nicht vorhandene Schmierwirkung des Biodiesels, was ebenfalls zu Ausfällen und zu erheblichen und teuren Schäden führen kann.»
Die Zeitung berichtet dagegen, dass die «Bio-Task-Force» des DIN zu der Fischer gehört Einwände gegen den neuen Dieselkraftstoff hat. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) liege seit August 2007 ein Bericht vor, in dem es heiße: «Selbst bei Verwendung von B5 (Diesel mit fünf Prozent Bio-Anteil) kann es zu einer grenzwertigen Ölverdünnung kommen, so dass mit B7 (sieben Prozent Bio-Anteil) bereits sicher fahrzeugtechnische Probleme zu erwarten sind. Daher stellt B7 keine geeignete Interimsmaßnahme zur Gewährleistung des Bestandsfahrzeugschutzes dar.»
Das Umweltministerium teilte «Bild am Sonntag» mit: «Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die Einführung einer neuen Diesel- Sorte B7 in Deutschland zu irgendwelchen technischen Schwierigkeiten bei neuen oder alten Kraftfahrzeugen führen wird.» Bei der Normung gehe es nicht um die Frage, ob B7 eingeführt werde. «Offen ist lediglich eine technische Detailfrage bei der Umsetzung.» Über die Verordnung «wird das Bundeskabinett erst dann entscheiden, wenn der zuständige DIN-Ausschuss seine Arbeit abgeschlossen hat». (dpa)

