17.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Zur Eröffnung soll es fertig sein: Olympiastadion in Peking
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Einen schwarz-grünen Schulterschluss gibt es nicht nur in Hamburg, sondern auch bei der Frage nach einem Olympia-Boykott: Politiker beider Parteien haben die deutschen TV-Sender aufgefordert, die Eröffnungsfeier nicht zu übertragen.
Schwarz-grüner Konsens: Deutsche Fernsehsender sollten als Protest gegen die Menschenrechtsverletzungen in Tibet auf eine Übertragung der Eröffnungs- und Abschlussfeier der Olympischen Sommerspiele in China verzichten.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner sagte der «Bild»-Zeitung: «Die öffentlich-rechtlichen Anstalten sollten ein Zeichen für die Menschenrechte setzen und diese Propaganda-Veranstaltungen nicht übertragen.» Auch der Grünen-Menschenrechtsexperte Volker Beck regte einen TV-Boykott an. «Wenn es nicht zu einer Verbesserung der Menschenrechte in Tibet kommt, sollten die Sender überlegen, ob sie von einer Übertragung der Festivitäten absehen. Dies gilt es umso mehr zu erwägen, wenn die freie Berichterstattung über die Spiele und das Land nicht gewährleistet ist.»
ZDF-Kommunikationschef Alexander Stock sagte der Zeitung, ein Boykott sei aktuell nicht geplant. «Wir bestehen aber auf dem Recht auf freie Berichterstattung und sind immer - wie bei der Tour de France 2007 - in der Lage, angepasst zu reagieren.» Damals hatten ARD und ZDF wegen des Doping-Skandals ihre Live-Berichterstattung abgebrochen. (AP)