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Bildungsstandard: 

Länder planen einheitliche Abiturprüfungen

14. Apr 2008 17:41
Noch sind die Prüfungen in jedem Bundesland unterschiedlich
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Die Abituranforderungen in Deutsch und Mathematik sollen künftig vergleichbar sein. Fünf unionsgeführte Bundesländer wollen ab 2012 gemeinsame Prüfungsfragen zum Standard machen.

Bayern und vier andere unionsgeführte Bundesländer führen einheitliche Abiturprüfungen in Deutsch und Mathematik ein. Als frühestmöglichen Starttermin nannte Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) am Montag das Jahr 2012. Neben dem Freistaat sind Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt dabei.

Die fünf Länder hätten einen Meilenstein auf den Weg gebracht, sagte Schneider nach dem Treffen mit seinen vier Amtskollegen. Im Erfolgsfall soll das gemeinsame Abitur auf weitere Fächer übertragen werden. Sachsen-Anhalt schlug Probeläufe in den drei Ostländern bereits vor 2012 vor.

Die Philologenverbände der fünf Länder kritisierten die Pläne. Die Elternlobby in Bayern begrüßte das Vorhaben dagegen. Ein von einer zentralen Stelle koordiniertes Zentralabitur werde es nicht geben, versicherte Schneider. «Wir sind überzeugt, dass wir den Föderalismus stärken, indem wir die Vergleichbarkeit der Abituraufgaben erhöhen.»

Zersplitterung des Bildungswesens

Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz betonte mit Blick auf die Kritik an der Zersplitterung des deutschen Bildungswesens: «Wir wollen keine Eingeborenentänze, wir wollen gemeinsame Maßstäbe.» Sein sächsischer Amtskollege Steffen Flath betonte, dass es nach Möglichkeit nicht bei Deutsch und Mathematik bleiben soll: «Das ist nicht das Ende eines Wegs. Wir beginnen einen gemeinsamen Weg.» Eine «Weiterführung des Prozesses» sei möglich und hänge von den Erfahrungen in Deutsch und Mathematik ab, sagte auch der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau (CDU).

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der fünf Länder soll noch in diesem Jahr einen Zeitplan vorlegen. Früher als 2012 wird das Projekt jedoch nicht starten, da in Bayern und Baden-Württemberg das neunjährige Gymnasium erst noch ausläuft, während die drei Ostländer bereits komplett auf die kürzere achtjährige Gymnasialzeit umgestellt haben. (dpa)


 
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