Bundestrojaner und mobile Endgeräte: 

netzeitung.deOnline-Durchsuchung auch beim iPhone möglich

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Auch beim Staat begehrt: iPhone (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Auch beim Staat begehrt: iPhone
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Wenn es nach Innenminister Schäuble geht, dann darf der Staat bald nicht nur auf die Festplatte des Wohnzimmer-PCs zugreifen. Auch Smartphones sollen ausspioniert werden, wie eine Zeitung berichtet.

Die vom Bundesinnenministerium geplante Online-Durchsuchung soll offenbar auch Daten von so genannten Smartphones erfassen können. Das berichtete die Tageszeitung «Rheinische Post» am Wochenende unter Berufung auf Informationen der Bundesregierung.

Unter Smartphones versteht man internetfähige Mobilgeräte wie Blackberry und PDA. Auch Apples Erfolgshandy iPhone gehört dazu. Nach dem Bericht der Zeitung habe die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsabgeordneten Gisela Piltz bestätigt, dass das Bundeskriminalamt seit einiger Zeit an einer Software arbeite, um Rechner und Smartphones ausspionieren zu können.

Darüber hinaus aber verweigere die Bundesregierung die Veröffentlichung von Einzelheiten der geplanten Regelung. Eine detaillierte Auskunft gefährde den «erfolgreichen Einsatz» der Software, heißt es in der Stellungnahme.

Einige Experten vermuten, dass bei der Online-Durchsuchung mit Hilfe gefälschter Behörden-Mails heimlich «Bundestrojaner» auf den Endgeräten installiert werden. Andere gehen davon aus, dass die Behörden Spionage-Software nur dann installieren können, wenn sie die Wohnung eines Verdächtigen betreten.

Die Ausweitung auf Smartphones war bisher jedenfalls nur selten ein Thema. «Das ist eine neue Qualität der Online-Durchsuchung», kritisierte die Abgeordnete Piltz in der «Rheinischen Post». (nz)